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Dänemark schockiert von Mord an Mia (22)

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Von Euronews  mit dpa
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Mord an 22-Jähriger schockiert Dänemark
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Der Mord an der 22-jährigen Mia in Aalborg in Dänemark am Wochenende des 5. und 6. Februars hat das ganze Land schockiert. In ganz Dänemark versammelten sich die Menschen.

Signe Uldbjerg sagt: "Das, was da passiert ist, trifft uns alle. Das löst eine große Unsicherheit aus. Es ist wichtig, dass wir jetzt alle hier zusammenkommen."

Madeleine Steenberg Williams ist Schülerin: "Wir müssen etwas verändern in der Gesellschaft. Das ist schwer, aber es ist so wichtig." 

Svend Hedegaard ist Bankangestellter. Er meint: "Ich habe Töchter, die auch abends nach Hause gehen, wie Mia. Und sollten das ohne Angst tun können. Dafür müssen wir sorgen."

Mia war auf dem Nachhauseweg in ein Auto gestiegen und nicht mehr lebend gesehen. Ermittler fanden Teile ihrer Leiche in einem Wald.

In ganz Dänemark wird darüber diskutiert, wie sicher bzw. unsicher es für Frauen ist.

Amalie Houen Lyngbaek arbeitet in einem Cafe: "Das Problem geht nicht einfach weg. Wir müssen darüber reden. Wir Frauen müssen sagen, dass wir uns auch schon oft bedroht gefühlt haben. Das muss aufhören."

Simon Fjeldgaard, Student: “Es gibt auch gute Menschen, nicht nur die bösen, die so etwas tun."

Zwei 36-jährige Männer wurden festgenommen, von denen einer wieder freigelassen wurde.Beide sagen, sie seien unschuldig.

Die 22 Jahre alte Mia Skadhauge Stevn war auf ihrem Heimweg aus einer mit Kneipen und Diskotheken gesäumten Straße in Aalborg gewesen. Ganz in der Nähe der Straße stieg sie Aufnahmen von Überwachungskameras zufolge in ein dunkles Fahrzeug. Seitdem fehlte von ihr jede Spur.

Die Ermittler hatten am Donnerstag Körperteile in dem Wald

Dronninglund Storskov gefunden. Schon zu dem Zeitpunkt vermuteten sie, dass es sich um Überreste der jungen Frau handelte. Rechtsmedizinisch wurde sie nun endgültig identifiziert.

Die Polizei geht davon aus, dass sie einem grausamen Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Der Fall löste in Dänemark große Erschütterung aus. Mehrere zentrale Fragen sind nach wie vor offen, darunter das vermutete Tatmotiv und die Todesursache.

Um Restaurantbesuchern und Partygängern am ersten Wochenende nach dem Verschwinden der Frau Sicherheit zu geben, war die nordjütländische Polizei in Aalborg in den Nächten zum Samstag und Sonntag präsenter als normal. Wie die Zeitung "Nordjyske" berichtete, war die Feierlaune aber nicht so stark wie sonst.