Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Tuner, aufgepasst! Städte verschrecken Lärmsünder mit neuer Radarfalle

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit AFP
euronews_icons_loading
Eines der neuen akustischen Radargeräte in Paris
Eines der neuen akustischen Radargeräte in Paris   -   Copyright  AFP screengrab

Sie wirken äußerlich unscheinbar, könnten sich aber als neue Wunderwaffen im Kampf gegen Verkehrslärm erweisen. In Paris hat ein Pilotprojekt mit zwei Radar-ähnlichen Überwachungsgeräten an verkehrsreichen Knotenpunkten begonnen. 

Eins hängt im östlichen 20. Arrondissement, das andere im im 17. im Nordwesten der dauerhaft lärmgeplagten Hauptstadt. Installiert wird die akustische Überwachung an Ampeln und Laternenmasten.

David Belliard ist Vize-Bürgermeister von Paris mit den Aufgabenbereichen Öffentlicher Raum, Transport und Mobilität: "Mit dieser Art von Radar wollen wir den Straßenverkehr, der heute zu viel Lärm verursacht, regulieren und vor allem beruhigen. Dies ist vor allem auf rüpelhaftes Verhalten zurückzuführen."

Nach Berechnungen des Bürgermeisteramtes kann ein einzelnes hochtouriges oder sogar getuntes Motorrad rund 10.000 Pariserinnen und Pariser aus dem Schlaf reißen.

"Solche Kontrollen sind gut"

Ertappten Lärm-Sündern drohen ab dem Frühjahr nächsten Jahres für jeden Verstoß 135 Euro Geldbuße. Sie reduziert sich auf 90 Euro, wenn innerhalb von 15 Tagen bezahlt wird.

Motorradfahrer David wurde als euiner der ersten kontrolliert. Sein Zweirad musste auf den akustischen Prüfstand. Ihn störte das nicht: "Ich finde es gut, ja, denn wenn ich manche Motorräder sehe, selbst wenn ich einen Helm trage, der Geräusche dämpft, ist es unerträglich. Also nein, nein, ich finde es eher gut, dass es solche Kontrollen gibt."

Weil Verkehrslärm kein reines Hauptstadt-Problem ist, findet das Pilotprojekt auch in mehreren anderen Ballungsräumen statt, etwa in Toulouse, Nizza, Lyon und an mehreren Standorten im Großraum Paris.