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Nur weg: Immer mehr Menschen fliehen aus der Ukraine

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Von Euronews  mit dpa
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Nur weg: Immer mehr Menschen fliehen aus der Ukraine
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Viele der Menschen aus der Ukraine, die fliehen, kommen zuerst nach Polen. Frauen, Kinder und ältere Menschen verlassen die Ukraine mit kaum mehr als ihren Kleidern auf dem Rücken, auf der Flucht vor den Bomben der russischen Armee. Fast 700.000 Menschen sind laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk bereits geflohen. Inmitten der Tragödie und des Chaos prangern einige Stimmen an, dass Ukrainer in Bussen und Zügen Vorrang vor Ausländern hätten, hauptsächlich Indern und Afrikanern, die das Land verlassen wollten... Polen hat das bestritten: Bei den 300.000 aufgenommenen Menschen aus der Ukraine seien 125 Nationalitäten vertreten.

Eine junge Ägypterin hatte in der Ukraine studiert. Jetzt will weg, so schnell wie möglich: "Jeden Tag habe ich die Bomben gehört. Es gab nichts mehr in den Supermärkten zu kaufen. Es gab kein Geld mehr am Bankautomaten. Die Züge sind überfüllt. Es gibt nur einen Zug am Tag, und alle Leute drängen sich hinein."

Zehntausende Menschen sind auch nach Rumänien oder Moldawien geflohen. Die Slowakei ist ein weiteres Ziel für Flüchtlinge. Rund 105.000 Menschen trafen in Ungarn ein. Aber nicht nur die Nachbarländer der Ukraine heißen Flüchtlinge willkommen. Auch in Deutschland kommen immer mehr Menschen aus der Ukraine an und viele Städte nehmen sie freundlich auf:

Und auch in Frankreich kommen Flüchtlinge an, wie Vitali Hryzhun mit seiner Familie. Er hat nach drei Tagen Chalon-Sur-Saone in Frankreich erreicht: "Wir sind mitten in der Nacht im Schlafanzug aufgebrochen. Ein Nachbar, er ist Soldat, er sagte mir: Es ist Krieg. Die Ukraine wird bombardiert."

Viele Menschen in Chalon-Sur-Saone spenden für die ukrainischen Flüchtlinge. Die Vereinten Nationen bereiten eine Versorgung von bis zu vier Millionen Flüchtlingen vor.