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"Man kann nicht einfach zu Hause sitzen und nichts tun"- Solidarität mit vertriebenen Ukrainern

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Von Monica Pinna
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"Man kann nicht einfach zu Hause sitzen und nichts tun"- Solidarität mit vertriebenen Ukrainern
Copyright  Czarek Sokolowski/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Zahlreiche kleine Hotels im ländlichen Polen öffnen ihre Türen für Flüchtlinge aus der Ukraine. Diese historische Unterkunft hat sogar Feldbetten in den Fluren aufgestellt.

Hier haben Natascha und ihr Sohn für eine Nacht Unterschlupf gefunden. Natascha kommt eigentlich aus Kiew. Dort ist jetzt nur noch ihr Mann, den sie zurücklassen musste.

"Ich war einen Tag im Zug danach weitere sieben Stunden und dann waren wir an der Grenze", sagt sie.

Natascha packt die wenigen Habseligkeiten ein, die sie für diese letzte Etappe zu ihrer Familie in Berlin mitnehmen konnte. Die Unterstützung von Privatpersonen macht in vielerlei Hinsicht den Unterschied aus.

"Die Anwohner versorgen die Menschen mit allen möglichen Sachen - Hygiene- und Drogerieartikeln, Windeln. Wir waren in einer Reihe von Hotels, und wird geholfen", sagt Euronews-Korrespondentin Monica Pinna.

In den sozialen Medien in ganz Europa solidarisieren sich die Menschen mit der Ukraine. Auch Johann ist diesem Aufruf gefolgt und den ganzen Weg von Berlin gefahren, um zu helfen:

"Man kann nicht einfach zu Hause sitzen und nichts tun. Zwei Tage lang haben wir Spenden gesammelt, es sind 15.000 Euro von Bekannten zusammen gekommen. Wir brachten es zur Grenze und dann dachten wir, weil wir ohnehin mit dem Transporter hier sind, nehmen wir Leute mit, die Hilfe brauchen."

Natascha verlässt ihr Land auf der Suche nach einer Zukunft ohne Krieg, in der Hoffnung, bald in ihr Land zurückkehren zu können.

"Es ist furchtbar, was dort geschieht. Es werden Kinder und Frauen getötet. Es ist nicht wahr, was die russischen Sender sagen. Es gibt keine Faschisten oder Nazis in der Ukraine. Wir lieben unsere Ukraine und wir werden sie verteidigen. Unsere Männer sind da, um die Ukraine zu verteidigen."

Die Betroffenheit in ganz Europa ist groß und treibt viele Menschen dazu, selbst aktiv zu werden. Sie setzen alles daran, um die Menschen zu unterstützen.