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Krieg treibt Energiepreise - Mini-Mittelmeergipfel in Rom will gegensteuern

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Von su  mit dpa
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Krieg treibt Energiepreise - Mini-Mittelmeergipfel in Rom will gegensteuern
Copyright  Gregorio Borgia/AP

Die EU-Kommission will unter dem Eindruck des russischen Angriffs auf die Ukraine und der dadurch heftig gestiegenen Gaspreise bis Ende März Maßnahmen vorlegen, um «Ansteckungseffekte» zwischen den Gas- und Strompreisen zu begrenzen.

Die Ministerpräsidenten von Italien, Spanien, Portugal und Griechenland haben sich zu einem Mini-„Mittelmeergipfel“ in Rom getroffen, um einen Konsens über die Reform der europäischen Energiemärkte und die Senkung der Energiepreise zu finden. «Die Invasion Russlands in die Ukraine hat auf den Märkten fèr Rohstoffe, Gas und Öl eine starke Volatilität eingeleitet», so Ministerpräsident Mario Draghizum Treffen mit dem spanischen Präsidenten Pedro Sanchez, dem portugiesischen Ministerpräsidenten Antonio Costa und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis (per Videoschalte):

«Wir müssen sofort handeln.» Einkommensschwache Familien und Unternehmen müssten unterstützt werden.

Mario Draghi, Italiens Ministerpräsident:

„Die Europäische Union hat mit Einigkeit und Entschlossenheit auf die Aggression gegen die Ukraine reagiert, jetzt muss sie die gleiche Einigkeit und die gleiche Entschlossenheit finden, um gegen unsere Krisen etwas zu tun, von denen es viele gibt. Eine betrifft Energie, aber sie ist nicht die einzige …“

Giorgia Orlandi, Euronews

„Eine Vorab-Vereinbarung zu erreichen - das ist das Ziel des Treffens“, so Draghi. Er unterstrich die Bedeutung der Südküste des Kontinents für die Lieferungen an das übrige Europa, aber auch für die nötige Arbeit an der Diversifizierung der Energiequellen und an erneuerbaren Energien, um die Energieabhängigkeit von Russland zu verringern."

Italien importiert 90 % seines Gas-Verbrauchs, 45 % stammen aus Russland, weshalb die Regierung für eine Preisobergrenze plädiert.

PLAN BIS ENDE MÄRZ

Die EU-Führungsspitzen haben die Kommission aufgefordert, bis Ende März 2022 einen Plan zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit und erschwinglicher Energiepreise vorzulegen.

Auf der nächsten Tagung des Europäischen Rates wollen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am 24./25. März 2022 konkrete Optionen prüfen, mit denen die Folgen der gestiegenen Energiepreise für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen bewältigt werden können, besonders für bedürftige Bevölkerungsgruppen und KMU (Mittelständler).

su mit dpa