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Wie eine Rettungsboje: Warum Plüschtiere für geflüchtete Kinder aus der Ukraine wichtig sind

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Von Euronews  mit EBU/RAI/AP
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Plüschtiere auf der Grenzbrücke über der Theiß am nordrumänischen Grenzübergang Sighetu Marmatiei.
Plüschtiere auf der Grenzbrücke über der Theiß am nordrumänischen Grenzübergang Sighetu Marmatiei.   -   Copyright  EBU/RAI

Die historische Holzbrücke über den Fluss Tisza (Theiß) am nordrumänischen Grenzübergang Sighetu Marmatiei hat einen neuen Namen.

Sie heißt jetzt die Spielzeugbrücke. Und tatsächlich ist sie zu beiden Seiten mit einer bunten Auswahl an Plüschtieren geschmückt.

Freiwillige Helfer haben das Spielzeug zusammengetragen und auf der Brücke verteilt, damit Kinder aus der Ukraine, die vor Putins Angriffskrieg flüchten mussten, sich bei der Einreise nach Rumänien etwas Passendes aussuchen können - schrieb die rumänische Grenzpolizei von Sighetu Marmatiei in einem Facebook-Post.

Die Kuscheltiere sind nicht nur ein Willkommensgruß, sondern auch ein Trostspender beim Übertritt in ein neues, unbekanntes Leben für die jungen Flüchtlinge.

Psychologen unterstreichen, dass traumatisierte Kinder, die alles hinter sich zurücklassen mussten, derartige Übergangsobjekte brauchen - wie eine Rettungsboje, an der sie sich auch später festhalten können.

Wichtig sind die Plüschtiere auch für diejenigen, die sie spenden, Kinder überall in Europa, die auf ihre Weise Anteil nehmen am Krieg in der Ukraine. Ganze Lasterladungen treffen neben Lebensmitteln und Hygieneartikeln an den Grenzübergängen in Rumänien oder Polen ein.

"Es war eine sehr schwierige Entscheidung zu gehen", berichtet eine junge Frau aus Charkiw am rumänischen Grenzübergang Siret. "Wir waren 20 Tage lang in dieser furchtbaren Situation, und jeden Tag hofften wir, dass wir aufwachen und alles ist vorbei."

Seit Beginn des Krieges sind nach Angaben von UNICEF weit über 1,5 Millionen ukrainische Kinder aus dem Land geflohen. Das sind etwa 55 Kinder pro Minute. Oder anders ausgedrückt: Fast jede Sekunde flieht ein Kind.