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Rotes Kreuz beklagt „falsche Berichte und Fehlinformationen" über Hilfsleistungen in der Ukraine

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Von euronews
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Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes trägt in Irpin eine Frau (Aufnahme von 11. März 22)
Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes trägt in Irpin eine Frau (Aufnahme von 11. März 22)   -   Copyright  Efrem Lukatsky/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Das Internationale Rote Kreuz setzt sich gegen Berichte zur Wehr, die die Hilfsorganisation als Falschmeldungen einstuft und die die Arbeit im ukrainischen Kriegsgebiet erschwerten.

Ewan Watson, Pressesprecher des Internationalen Roten Kreuzes, sagte: „Wir erkennen bewusste, gezielte Vorwürfe mit Hilfe von falschen Berichten und Fehlinformationen, um das Internationale Rote Kreuz in Verruf zu bringen. Das birgt das Potenzial, unseren Einsatzkräften sowie unseren Partnern vom Roten Kreuz und vom Roten Halbmond, die vor Ort arbeiten, sowie den Menschen, denen wir helfen, zu schaden.“

15 000 Menschen gegen ihren Willen nach Russland gebracht?

Das Rote Kreuz wies die Vorwürfe zurück, in Mariupol an Zwangsevakuierungen beteiligt gewesen zu sein. Der Stadtrat von Mariupol hatte behauptet, rund 15 000 Menschen seien gegen ihren Willen nach Russland gebracht und den Betroffenen die Ausweise abgenommen worden.

Auch Berichte, in denen es hieß, das Rote Kreuz wolle im Süden Russlands ein Büro eröffnen, um Flüchtlinge aus der Ukraine zu „filtern", bezeichnete die Hilfsorganisation als unzutreffend. Richtig sei, so das Rote Kreuz, dass man erwäge, ein Büro im russischen Rostow einzurichten. In der Ukraine ist das IRK eigener Angabe nach derzeit an zehn Standorten vertreten. Das Rote Kreuz forderte zur Achtung unparteilicher und unabhängiger humanitärer Hilfe auf, für die man selbst und für die andere Vereinigungen sorgten.

„Gefahr von Ansteckungskrankheiten“

Die Lage in den umkämpften Gebieten sei für die Zivilbevölkerung unverändert schwierig, so das Rote Kreuz. Francesco Rocca, Vorsitzender des Internationalen Verbandes Rotes Kreuzes/Roter Halbmond, sagte: „Die Menschen halten sich in Bunkern oder zu Hause versteckt. Sie haben Angst, sich nach draußen zu wagen, um Gesundheitsversorgung in Anspruch zu nehmen, die vielleicht vorliegt. Viele sind auch von regelmäßigem Zugang zu sauberem Wasser abgeschnitten, wodurch sie der Gefahr von Ansteckungskrankheiten ausgesetzt sind. Menschen, die sich auf der Flucht befinden, sind ebenfalls in erhöhter Gefahr.“