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Gaszahlungen des Westens sollen über russische Konten laufen

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Von Galina Polonskaya  mit dpa
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Gasleitungen in Russland
Gasleitungen in Russland   -   Copyright  Emilio Morenatti/AP

Putins Absicht, Europa sein Gas in Rubel bezahlen zu lassen, ist bei den Hauptimporteuren Deutschland und Italien, aber auch in Frankreich auf Ablehnung gestoßen. Der konkrete Vorschlag ist nun, dass westliche Staaten von Freitag an Konten bei der Gazprombank eröffnen müssen, um weiter Gaslieferungen zu erhalten. Andernfalls würden die Lieferungen für die auf einer Liste «unfreundlicher Länder» aufgeführten Staaten eingestellt.

"Analysten sagen, dass dieser Schritt ein Versuch ist, den unter Druck geratenen Rubel zu stützen, um eine Nachfrage danach zu schaffen. Aber ein Analyst, mit dem ich gesprochen habe, glaubt, dass auch ein Risiko besteht, dass sich die Kunden deswegen abwenden, was zu einem Chaos für das gesamte Zahlungssystem führen könnte. Dies ist wirklich riskant für die russische Wirtschaft, die stark von Gasexporten abhängt", berichtet Euronews-Korrespondentin Galina Polonskaya.

Laut dem von Putin unterzeichneten Dekret können die Zahlungen weiter in Euro oder Dollar auf das eröffnete russische Konto bei der staatlich kontrollierten Gazprombank eingezahlt werden. Diese tauscht das Geld dann in Rubel um und überweist den Betrag an Gazprom. Die drittgrößte russische Bank Gazprombank ist bislang nicht von Sanktionen betroffen.

Durch eine Erhöhung der Zinssätze auf 20 % konnte zuletzt eine Erholung des wegen der westlichen Sanktionen unter Druck geratenen Rubels erreicht werden- zumindest vorübergehend.

Journalist • Julika Herzog