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Putin liefert Gas an "unfreundliche" Länder nur gegen Rubel - ab morgen

Putin hat einen Weg gefunden, Gas weiter in den Westen zu liefern und damit Rubel zu verdienen. Wie reagiert der?
Putin hat einen Weg gefunden, Gas weiter in den Westen zu liefern und damit Rubel zu verdienen. Wie reagiert der? Copyright Mikhail Klimentyev/Sputnik
Copyright Mikhail Klimentyev/Sputnik
Von Alexandra LeistnerEuronews
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Russland will Gaskunden im Westen in Zukunft nur noch dann beliefern, wenn sie ein in Rubel geführtes Konto bei der Gazprombank führen.

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Russland will Gaskunden im Westen in Zukunft nur beliefern, wenn sie ein in Rubel geführtes Konto bei der Gasprom-Bank führen. Damit bietet er prinzipiell den Ländern im Westen die Möglichkeit, weiter in Dollar oder Euro ihre Lieferungen zu bezahlen - und diese direkt in Rubel umzutauschen.

Deutschland und Frankreich hatten zuvor erklärt, dass sie eine Bezahlung in Rubel ablehnten.

In dem von staatlichen Medien veröffentlichten Dekret des Kremls heißt es, dass "unfreundliche Länder" weiterhin für Erdgas in Fremdwährung - aber eben nur über die russische Bank.

In dem von Putin unterzeichneten und von der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti veröffentlichten Erlass heißt es, dass eine bestimmte Bank für jeden Käufer zwei Konten eröffnen wird, eines in Fremdwährung und eines in Rubel. 

Die Käufer zahlen in ausländischer Währung und ermächtigen die Bank, diese Währung gegen Rubel zu verkaufen, die dann auf das zweite Konto überwiesen werden, auf dem das Gas offiziell gekauft wird.

Erste Reaktionen

Deutschland und Frankreich sprachen von einem inakzeptablen Vertragsbruch. Das Manöver komme einer "Erpressung" gleich.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Karl Nehammer sagte Scholz, er habe gegenüber Putin klar gemacht, dass deutsche Unternehmen weiter in Euro zahlen wollten, könnten und das auch tun würden. 

Noch am Mittwoch versicherte Putin Scholz in einem Telefongespräch, dass die Zahlungen "weiterhin in Euro erfolgen werden", wie die deutsche Regierung berichtete.

Die Gelder würden "wie üblich auf die Gazprom Bank überwiesen, die nicht mit Sanktionen belegt ist", und die Umrechnung in Rubel übernehmen, führte Berlin aus.

Kommt jetzt der Liefer-Stop?

Wie aus Frankreich verlautete, bereite man sich sowohl in Paris als auch in Berlin auf einen Stop der russischen Gaslieferungen vor.

"Es kann eine Situation geben, in der es morgen (...) kein russisches Gas mehr gibt", und "es liegt an uns, diese Szenarien vorzubereiten, und wir bereiten sie vor", sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire bei einer Pressekonferenz mit dem deutschen Wirtschaftsminister Robert Habeck.

Berlin und Paris bekräftigten unterdessen ihre Weigerung, russische Gaslieferungen in Rubel zu bezahlen, wie von Wladimir Putin gefordert.

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