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Palmsonntag: Christen freuen sich auf "Auferstehung" nach Corona

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Von su  mit dpa, AFP
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Nach zwei Jahren Corona-Pause kehren Kirchen auf der ganzen Welt zu Ostern 2022 zur Tradition zurück: Zum ersten Mal seit Herbst 2019 feierte Papst Franziskusin Rom zum Palmsonntag wieder eine Papstmesse auf dem Petersplatz, auch der Ostergottesdienst findet dort statt.

Mit dem Palmsonntag beginnen Christen in aller Welt die Feiern der Heiligen Woche, in der sie an das Leiden, Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus erinnern. Vielerorts beginnen die Palmsonntags-Gottesdienste vor den Kirchen mit einer Segnung von Palm- oder Buchsbaumzweigen. In einer Prozession ziehen die Gläubigen dann mit den Zweigen in die Kirche – ein Verweis auf den Einzug Jesu in Jerusalem: Die Bibel berichtet, wie die Menschen Jesus seinerzeit zujubelten, Kleider auf dem Weg ausbreiteten und Zweige auf den Weg streuten. Weil Jesus nach der Überlieferung auf einem Esel ritt, ist auch bei manchen Palmsonntags-Prozessionen ein Esel mit dabei.

Rolando Martizana (70), Gläubiger auf den Phillippinen (San Jose Del Monte):

„Und das wird immer so weitergehen. Selbst mit einigen Zipperlein bemühen wir uns, in die Kirche zu gehen, damit der Segen des Herrn für unsere Familie niemals aufhört.“

VOLKSGLAUBE

Der Volksglaube zum christlichen Palmsonntag besagt, dass der geweihte Zweig vor Blitz- und Hagelschlag, Missernte und Seuchen schützt. Deshalb gaben früher viele Bauern Palm ins Viehfutter und Hausfrauen kleine Blättchen ins Palmsonntagessen zum Schutz vor Krankheiten. So soll zum Beispiel Palmtee vor Lungenkrankheiten schützen.

In manchen Gegenden wird das Familienmitglied, das am Palmsonntag als letztes aufsteht, als "Palmesel" bezeichnet.

JERUSALEM

In Jerusalem wird der erwartete Besucherausturm zu Ostern und dem jüdischen Pessachfest nach zwei Jahren Corona-Pandemie von einem Attentat mit drei Toten in Tel Aviv überschattet. Das christliche Osterfest und der Beginn des jüdischen Pessachfestes fallen in diesem Jahr zusammen mit dem Auftakt des muslimischen Fastenmonats Ramadan (seit 02/04).

su mit dpa, AFP