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Russische Armee zu Mariupol-Verteidigern: "Ergebt euch"

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Von su  mit dpa
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In der umkämpften Stadt Mariupol im Südosten der Ukraine haben die russischen Streitkräfte Ukraine In der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben die ukrainischen Kämpfer dazu aufgerufen, sich zu ergeben. Rund 2.500 verbliebene Kämpfer seien in einem Stahlwerk (Asowstal) eingekesselt, in einer «katastrophalen Lage".

Ja, die Lage in Mariupol sei „extrem ernst“, so der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Er hat aber nicht eingeräumt, dass die Stadt fallen könnte.

Er bleibe mit diesen Verteidigern der Stadt in Kontakt und habe Moskau gewarnt:

"Die Vernichtung unserer Truppen, unserer Männer in Mariupol wird allen Verhandlungen ein Ende bereiten."

Russland hatte zwar zugesichert, dass sich seine Offensive auf den Osten des Landes konzentrieren würde. Dann ging das russische Kriegsschiff Moskwa in der Nähe von Mariupol unter, Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte – was laut Moskau nichts mit dem Krieg zu tun hatte.

Seither gab es neue Angriffe auf Ziele in der Hauptstadt Kiew und in der Westukraine.

Der ukrainische Generalstab („dpa“) rechnet wohl mit einer Marineoperation zur Landung in Mariupol. Auch die Luftangriffe in der Gegend seien weitergegangen.

Igor Konashenkov, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums:

„In der Gegend von Odessa haben russische Luftverteidigungskräfte ein ukrainisches Militärfrachtflugzeug abgeschossen, das eine große Ladung Waffen liefern sollte, die von westlichen Ländern an die Ukraine geliefert wurden.“

Auch in Charkiw im Norden des Landes legt der anhaltende russische Beschuss immer mehr Teile der Stadt  in Schutt und Asche. In den humanitären Korridoren ist die Zahl der Evakuierten in den letzten Tagen dennoch zurückgegangen.

Trotz der Gefahren versuchen die Bewohner der Hauptstadt Kiew langsam, zur Normalität zurückzukehren, und sei es auch nur vorübergehend.

Im nahen Borodianka wurde damit begonnen, nach dem russischen Abzug die Trümmer aufzuräumen.

Und Ermittlungsteams sichern weiter Spuren zahlreicher Delikte, die russische Truppen hinterlassen haben.

su mit dpa