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Festnahme von Moldaus Ex-Präsident Dodon

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Von Julika Herzog  mit dpa, AP, AFP
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Moldaus Ex-Präsident Igor Dodon
Moldaus Ex-Präsident Igor Dodon   -   Copyright  Aurel Obreja/AP

In der früheren Sowjetrepublik Moldau wird gegen den russlandfreundlichen Ex-Präsidenten Igor Dodon wegen des Verdachts auf Hochverrat ermittelt. Ihm werden auch Bestechlichkeit/Korruption sowie illegale Parteienfinanzierung vorgeworfen.

Hausdurchsuchung und zunächst 72 Stunden Gewahrsam

Das Haus des 47-Jährigen in Chisinau war am Dienstag durchsucht worden, während viele seiner Unterstützer vor dem Grundstück protestierten.

Der ehemalige Präsident wurde für zunächst 72 Stunden in Gewahrsam genommen. Dodon stand von 2016 bis 2020 an der Spitze des an die Ukraine grenzenden Landes und führt den pro-russischen Oppositionsblock im Parlament.

Enge Beziehungen zu Russland und Bewunderung für Putin

Aus dem Kreml in Moskau hieß es, dass die Festnahme zwar eine innere Angelegenheit des Landes sei, aber:

"Wir sind natürlich alarmiert, dass solche Praktiken und Verfolgungen erneut diejenigen treffen, die für eine freundschaftliche Beziehung mit Russland zu beiderseitigem Nutzen eintreten", so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Wir hoffen, dass die juristischen Rechte von Dodon respektiert werden."

Offenbar stehen bei den Ermittlungen Dodons enge Beziehungen nach Russland im Fokus.Wiederholt hat er öffentlich seine Bewunderung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin erklärt. Auch seit dem Beginn russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat er sich nicht deutlich von Putin distanziert.

Durchsucht wurden den Berichten zufolge auch die Räume des moldauisch-russischen Geschäftsrats, den Dodon erst im Februar gegründet hatte und seither leitet.

Mit dem Beginn von Russlands Krieg gegen die Ukraine ist auch Moldau verstärkt in den internationalen Fokus gerückt. Befürchtet wird, dass Moskau den Krieg auf die von prorussischen Separatisten kontrollierte moldauische Konfliktregion Transnistrien ausweiten könnte.