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Traumurlaub auf Ithaka trotz Krise: Gastgewerbe will Preise auf Vorjahresniveau halten

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Von Apostolos Staikos
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Schöner Blick aufs Meer auf Ithaka
Schöner Blick aufs Meer auf Ithaka   -   Copyright  Euronews

Urlauber auf der griechischen Insel Ithaka sollen sich wohlfühlen, die Ruhe und das tiefe, blaue Wasser genießen. Hier gibt es keine lauten Clubs, keine lärmenden Bars wie in anderen Touristenhochburgen beispielsweise auf den Kykladen.

Die grüne Insel im Ionischen Meer verfolgt ein anderes, naturnahes Tourismusmodell. Nach zwei komplizierten Coronajahren startet eine neue Saison mit neuen Hoffnungen.

"Ohne den Krieg in der Ukraine wären noch mehr Besucher da"

Paola Siti, die ein Restaurant in der Hauptstadt Vathi betreibt, ist vorsichtig optimistisch. "Die Saison hat sehr gut begonnen. Wir sollten nicht vergessen, dass wir durch die Pandemie praktisch zwei Sommer verloren haben.

Wäre die russische Invasion in der Ukraine nicht gewesen, hätten wir wohl noch mehr Besucher. Viele Menschen kommen mit dem Schiff aus den Balkanländern auf unsere Insel. Aber wir haben auch viele Engländer, Amerikaner und Italiener."

Bootsverleih boomt: Urlaub auf dem Wasser statt im Hotel

In den letzten Jahren hat der Meerestourismus deutlich zugenommen. Aktuell liegen täglich 80 Segelboote im Hafen, im August werden dreimal so viele sein. Urlaub auf dem Wasser statt im Hotel, lautet der neue Trend, meint  Giorgos Grivas, der eine Bootsvermietung betreibt. 

"Ithaka ist eine wunderschöne Insel mit einer großen Geschichte, viele der schönen Strände kann man aber nicht mit dem Auto erreichen. Deshalb entscheiden sich Touristen dafür, ein kleines Boot oder eine Jacht zu mieten. Das brachte mich und meinen Partner auf die Idee, in diesen Sektor zu investieren, und wir sind recht erfolgreich."

Nicht nur im Sommer ist Ithaka eine Reise wert. Wanderer genießen die Natur in der Nebensaison. Auch für Veranstalter von Konferenzen gibt es attraktive Infrastrukturen.

Steigende Energiepreise machen der Tourismusbranche zu schaffen

Trotz des optimistischen Saisonbeginns machen der Krieg in der Ukraine und die steigenden Energiepreise der Tourismusbranche zu schaffen, bestätigt Kaffeebetreiber Konstantinos Karavias.

"Der Preisanstieg der Treibstoffe und vieler anderer Produkte ist ein ernstes Problem für die Urlaube, aber auch für die Gewerbetreibenden auf unserer kleinen Insel. Wir befinden uns in einem Dilemma. Sollen wir die Erhöhungen auffangen oder sie an unsere Kunden weitergeben? Und wenn ja, zu welchem Anteil? Ich denke, die meisten Geschäftsleute versuchen, die gestiegenen Kosten aufzufangen."

Euronews-Reporter Apostolos Staikos meint, die Insel habe nie in den Massentourismus investiert und dennoch im Lauf der Jahre treue Freunde gewonnen, die fast jeden Sommer zurückkehrten. Trotz steigender Kosten versuchten die Einheimischen, die Preise auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.