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Anschlag auf katholische Kirche in Nigeria - rund 50 Tote, viele Kinder

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Von Euronews  mit dpa
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Unbekannte haben die St. Francis Kirche in Owo in Nigeria gestürmt und wahllos auf die Besucher des Gottesdienstes geschossen.
Unbekannte haben die St. Francis Kirche in Owo in Nigeria gestürmt und wahllos auf die Besucher des Gottesdienstes geschossen.   -   Copyright  Rahaman A Yusuf/The Associated Press.

Religiöse Konflikte, insbesondere zwischen Muslimen und Christen, kommen in dem westafrikanischen Land mit rund 206 Millionen Einwohner immer wieder vor, aber es ist das erste Mal, dass eine katholische Kirche im christlich geprägten Süden angegriffen wurde.

Unbekannte Bewaffnete stürmten am Pfingstsonntag die St. Francis Kirche in der Stadt Owo im Bundesstaat Ondo und schossen wahllos auf die Besucher des Gottesdienstes. Dabei töteten sie Dutzende Menschen. Die genaue Zahl der Opfer ist bislang unklar, lokale Medien sprechen von rund 50 Toten, darunter viele Kinder.

Jude Arogundade, der katholische Bischof der Diozöse Ondo sagte: "Es ist unglaublich, dass jemand kommt, um alle Menschen in der Kirche zu töten. Die, die hinausliefen, wurden draußen erschossen, die, die in der Kirche waren, wurden drinnen erschossen. Sie warfen Dynamit, um den Altar bis zum Altarraum zu sprengen. Diese Art der Entweihung kann nur vom Bösen begangen werden."

Der Gouverneur des Bundesstaates Ondo, Rotimi Akeredolu, bezeichnete den Anschlag als "abscheulich und satanisch" und fügte hinzu, dass "es sich um einen kalkulierten Angriff auf die friedliebenden Menschen in Owo handelt".

In den sozialen Medien kursiert eine Videoaufnahme, die den Ort des Geschehens zeigen soll. Darauf sind tote Menschen, auch viele Kinder, zu sehen, die blutüberströmt auf dem Boden liegen.

Bisher hat sich keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Vermutet wird ein Anschlag von dschihadistischen Extremisten aus dem überwiegend muslimischen Norden Nigerias, wo es in der Vergangenheit viele Anschläge gab. 

Während weite Teile Nigerias mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen haben, ist Ondo weithin als einer der friedlichsten Bundesstaaten Nigerias bekannt. Es ist das erste Mal, dass eine Kirche im christlich geprägten Süden angegriffen wurde.