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Ausschuss zu Kapitol-Attacke: "Gewalt war kein Zufall"

Aktivist mit einem Schild neben dem Cannon Building in Washington, 09.06.2022
Aktivist mit einem Schild neben dem Cannon Building in Washington, 09.06.2022 Copyright AP Photo/Julio Cortez
Copyright AP Photo/Julio Cortez
Von Euronews mit AP, dpa
Zuerst veröffentlicht am
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Die rund zweistündige Sitzung des Gremiums, bestehend aus sieben Demokraten und zwei Republikanern, wurde live auf mehreren Fernsehsendern übertragen.

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Der Untersuchungsausschuss, der sich mit der Aufarbeitung der Erstürmung des US-Kapitols im Januar 2021 beschäftigt, hat in einer ersten öffentlichen Anhörung neue Erkenntnisse zu den Hintergründen der Angriffs offengelegt. Sie belasten den früheren Präsidenten Donald Trump weiter.

Die rund zweistündige Sitzung des Gremiums, bestehend aus sieben Demokraten und zwei Republikanern, wurde live auf mehreren Fernsehsendern übertragen - und zeigte weiteres unveröffentlichtes Videomaterial und Aussagen einstiger Mitglieder der Trump-Regierung.

Der Ausschussvorsitzende Bennie Thompson erklärte: "Der 6. Januar war der Höhepunkt eines Putschversuchs. Ein schamloser Versuch, die Regierung zu stürzen, wie ein Randalierer es später nannte. Die Gewalt war kein Zufall. Es war Trumps letzter, verzweifelter Versuch, die Machtübergabe zu stoppen."

Das Gremium stellte heraus, dass Trump sich während des Sturms auf das Kapitol positiv über Drohungen seiner Anhänger gegen Vizepräsident Mike Pence geäußert habe. Trump habe von den Drohungen gewusst und dazu gesagt: "Vielleicht haben unsere Anhänger die richtige Idee." Trumps Anhänger hatten nach der Erstürmung des Parlamentsgebäudes unter anderem nach Pence gesucht, den sie zu hängen drohten. 

Pence hatte am 6. Januar 2021 als Vizepräsident die Kongresssitzung geleitet, bei der Bidens Wahlsieg bestätigt wurde. Er war es auch, der die Nationalgarde zur Unterstützung anforderte, um die Lage am Kapitol unter Kontrolle zu bringen.

Der Ausschuss hatte über Monate hinweg Hunderte Zeugen befragt und 140.000 Dokumente und Beweismaterial gesichtet.

Der damalige Justizminister William Barr, bezeichnete Trumps Behauptung, ihm sei der Wahlsieg gestohlen worden als "Schwachsinn" ("bullshit"). Selbst Trump-Tochter Ivanka akzeptierte diese Einschätzung des einstigen Justizministers.

US-Präsident Biden sagte im Rahmen eines Treffens mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau auf dem Amerika-Gipfel, dass die Aufrührer vom 6. Januar eine "klare, eklatante Verletzung der Verfassung" begangen- und "das Gesetz gebrochen" hätten.

Die Änhanger Trumps hatten an dem historischen Tag - angestachelt durch eine Rede des Noch-Präsidenten - den Parlamentssitz gestürmt, um die offizielle Bestätigung von Joe Bidens Wahlsieg bei der Präsidentenwahl zu verhindern.

Daraufhin musste er sich einem Amtsenthebungsverfahren stellen, in dessen Zuge er schlussendlich freigesprochen wurde.

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