Blutbad bei Feiertagsparade nahe Chicago: 7. Opfer gestorben

Im Zentrum von Highland Park wurde eine provisorische Gedenkstätte eingerichtet
Im Zentrum von Highland Park wurde eine provisorische Gedenkstätte eingerichtet Copyright Anthony Vazquez/Ashlee Rezin/Sun-Times
Von Euronews mit AP, dpa
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Die zuständige Staatsanwaltschaft im Bezirk Lake County hat Anklage wegen mehrfachen Mordes ersten Grades erhoben. Bei einer Verurteilung zu lebenslanger Haft wäre dadurch keine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis möglich.

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Nach den tödlichen Schüssen auf eine Feiertagsparade in der Kleinstadt Highland Park nahe Chicago hat die zuständige Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen Täter wegen Mordes ersten Grades in sieben Fällen angeklagt. Im Fall einer Verurteilung droht ihm damit eine lebenslange Gefängnisstrafe ohne die Aussicht auf eine vorzeitige Entlassung.

Mit einem Sturmgewehr Ak-15 soll der 21-jährige Amerikaner sieben Menschen erschossen und mehr als 30 weitere teilweise schwer verletzt haben. Der Mann konnte durch seine zurückgelassene Waffe identifiziert und kurz nach der Tat auf offener Straße im Pkw seiner Mutter festgenommen werden. Um seine Fluchtchancen zu erhöhen, hatte sich der 21-Jährige offenbar Frauenkleidung angezogen. Sein Motiv ist nicht bekannt.

Er war der Polizei bereits vor rund drei Jahren aufgefallen. Nach Medienberichten hatte der Mann damals gedroht, seine Familie umzubringen. Trotzdem bestand er offenbar die sogenannten Hintergrund-Überprüfungen, die im Staat Illinois für den Kauf besonders durchschlagskräftiger Schusswaffen wie der Ak-15 vorgeschrieben sind.

Der Mann habe seine Waffe legal in Illinois erworben, obwohl er der Polizei bereits bekannt gewesen sei, sagte ein Polizeisprecher.

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