Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Hooligans randalieren im Zentrum von Brüssel vor Match Anderlecht - Young Boys

Access to the comments Kommentare
Von Joshua Askew  mit AFP
euronews_icons_loading
Dramatische Szenen in Brüssel beim Spiel Anderlecht gegen Young Boys Bern
Dramatische Szenen in Brüssel beim Spiel Anderlecht gegen Young Boys Bern   -   Copyright  Quelle: zeg685 / Reddit

Es flogen Stühle und das Traditionsbistrot "Falstaff" in Brüssel ist völlig verwüstet worden, als Hooligans vor dem Europa League Conference Spiel zwischen Anderlecht und den Young Boys Bern randalierten. Mehrere Videos der dramatischen Szenen kursieren im Internet. Eines davon hat Euronews von einem Internet-User bekommen.

Viele Menschen im Stadtzentrum waren geschockt über den plötzlichen Ausbruch der Gewalt gegen 21 Uhr am Mittwochabend.

"Zuerst dachte ich, es wäre ein Terroranschlag", berichtet Karim Khey, in dem Café arbeitet. "Ich habe nicht verstanden, was da passiert ist."

Er hatte Angst, weil das gesamte Glas der Fassade des "Falstaff" zerstört wurde.

Eine Sprecherin der Brüsseler Polizei erklärte, das Café sei "nach einer Konfrontation zwischen Anhängern der beiden Vereine" angegriffen worden.

In der Fußgängerzone der belgischen Hauptstadt hat eine anderer Augenzeuge die Szene folgendermaßen beobachtet: "Es waren etwa 60 Personen, alle schwarz gekleidet und vermummt. Sie stürmten blitzschnell auf das Falstaff-Restaurant zu, aus welchem Grund auch immer".

Schon vor dem Fußball-Spiel wurden 23 Schweizer festgenommen und mussten Belgien sofort verlassen.

Aus Polizeikreisen hieß es laut Sudinfo, dass es sich bei der Gewalt in Brüssel wohl um eine Racheaktion der Anderlecht-Fans handelte, die beim Hinspiel von Ultras der Young Boys angegriffen worden waren, während sie auf der Terrasse einer Bar im Zentrum von Bern in der Schweiz saßen.

Das Match gewann Anderlecht mit 3 zu 1 nach Verlängerung.

Nach dem Spiel versuchte der Schweizer Klub die Mannschaft und die Fans zu trösten - mit einem Tweet in dem es heißt: "Witer, eifach immer witer!" 

Es gelte, einfach weiterzumachen. Nach dem Motto: Schwamm drüber und Blick nach vorn.

Journalist • Kirsten Ripper