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Trumps Wahlkampfattacke gegen Biden: "Er ist ein Staatsfeind"

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Von Euronews mit dpa. AP
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Donald Trump bei seiner Rede in Wilkes-Barre
Donald Trump bei seiner Rede in Wilkes-Barre   -   Copyright  Mary Altaffer/Associated Press

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat seinen ersten Wahlkampfauftritt nach der Razzia in seinem Anwesen in Mar-a-Lago Anfang August absolviert. In Wilkes-Barre im Staat Pennsylvania spielten die Zwischenwahlen für das Repräsentantenhaus und den Senat im November allerdings nicht die Hauptrolle. Trump kritisierte die Durchsuchung seiner Villa in Florida scharf und attackierte die amtierende Regierung.

Bei der Razzia waren über ein Dutzend Kartons mit teilweise streng geheimen Dokumenten, die mutmaßlich aus seiner Amtszeit stammen, beschlagnahmt worden.

Trump sagte in seiner Rede: "Der schändliche Überfall und Einbruch in mein Haus, Mar-a-Lago, war eine Travestie der Gerechtigkeit, die Amerikas Gesetze, Traditionen und Prinzipien vor der ganzen Welt zum Gespött machte. Die ganze Welt hat zugeschaut. Und sie sind schockiert. Sie sind schockiert."

"Staatsfeind" Biden?

Trump nahm auch seinen Amtsnachfolger Joe Biden ins Visier, der ihn und die Republikanische Partei vor wenigen Tagen scharf kritisiert hatte. Trump repräsentiere einen Extremismus, der die Grundfesten unserer Republik bedrohe, hatte Biden gesagt.

Trump konterte jetzt: "Er ist ein Staatsfeind. Wollen Sie die Wahrheit wissen? Er und die Gruppe, die ihn kontrolliert, sind Feinde des Staates."

Ob Trump mit der Aufbewahrung der teils brisanten Dokumente gegen Gesetze verstoßen hat, wird untersucht. Es gelte, viele offene und heikle Sachverhalte zu klären, erläuterte der Experte für Innere Sicherheit der Nachrichtenagentur Associated Press, Eric Tucker: "Ein faszinierendes Element, das die Ermittler sicher besser zu verstehen versuchen, ist die Entdeckung von Dutzenden leerer Ordner mit Verschlusssachenmarkierungen. Und daraus geht überhaupt nicht hervor, was in diesen Ordnern sein sollte. Was ist mit diesen Dokumenten geschehen? "

Trump bewertete den FBI-Einsatz als "einen der schockierendsten Machtmissbräuche einer Regierung in der amerikanischen Geschichte". Über die Beschlagnahmung der Dokumente verlor er in seiner Rede in Wilkes-Barre kein Wort. Die Kleinstadt liegt 30 Kilometer von Bidens Geburtsort Scranton entfernt. Bei der Präsidentenwahl 2016 konnte sich Trump im typischen "Swing State" Pennsylvania knapp durchsetzen, 2020 war es Biden.