EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader

Finden Sie uns

WERBUNG

Meloni ernennt Vizeminister, der sich einst mit Nazi-Armbinde zeigte

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei einer Pressekonferenz im Anschluss an eine Kabinettssitzung in Rom.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei einer Pressekonferenz im Anschluss an eine Kabinettssitzung in Rom. Copyright Roberto Monaldo/LaPresse
Copyright Roberto Monaldo/LaPresse
Von euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button

Galeazzo Bignami, der 2016 für Empörung sorgte, nachdem eine Zeitung ein Bild von ihm mit einem Nazi-Hakenkreuz auf dem linken Arm veröffentlicht hatte, wurde am Montag zum Vize-Infrastrukturminister ernannt.

WERBUNG

Galeazzo Bignami, ein Abgeordneter der rechtspopulistischen Partei Fratelli d’Italia, Brüder Italiens, ist am Montag zum beigeordneten Minister für Infrastruktur ernannt worden. Das Internet vergisst nie, und so tauchte ein Bild aus der Vergangenheit Bignamis in den sozialen Medien wieder auf. 2016 hatte er für Empörung gesorgt, nachdem eine Zeitung ein Bild von ihm mit einem Nazi-Hakenkreuz auf dem linken Arm veröffentlicht hatte. Das Bild soll 2005 aufgenommen worden sein, der damals 30-Jährige war bereits politisch aktiv.

"Tiefe Scham"

In einer Erklärung vom Montag erklärte Bignami, er empfinde "tiefe Scham" für die Bilder von damals und verurteile entschieden "jede Form von Totalitarismus" und nannte den Nationalsozialismus und jede damit verbundene Bewegung "das absolut Böse".

Bignami wurde letzten Monat für eine zweite Amtszeit ins Parlament gewählt. Er gehört seit langem dem rechtsextremen Lager an, hat aber einen Teil seiner politischen Karriere in der moderateren "Forza Italia" des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi verbracht.

Kein Kommentar

Die neue italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die die Ernennung von Bignami auf einer Pressekonferenz am Montag persönlich bekannt gab, äußerte sich nicht zu dem Foto. 

Vergangene Woche erklärte sie jedoch im Parlament, dass sie "nie Sympathie für den Faschismus empfunden" habe. Sie fügte hinzu, dass sie die Rassengesetze von 1938 immer als einen Tiefpunkt der italienischen Geschichte betrachtet habe. Sie seien eine Schande, die das italienische Volk für immer beflecken würde.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Deutschland legt Traumstart in die Fußball-EM 2024 hin

G7-Gipfel in Italien: Eingefrorenes russisches Vermögen für die Ukraine

G7-Gipfel in Italien: Ukraine, Gaza und die Kooperation mit Afrika auf der Tagesordnung