EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

Deutschland erkennt Holodomor in der Ukraine als Völkermord an

Memorial für Hungersnot Holodomor in Kiew in der Ukraine
Memorial für Hungersnot Holodomor in Kiew in der Ukraine Copyright EBU
Copyright EBU
Von Euronews mit dpa, EBU
Zuerst veröffentlicht am
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Der Bundestag in Berlin hat Holodomor, die von Stalin verursachte Hungersnot in der Ukraine, als Völkermord eingestuft. Vor 90 Jahren kamen dabei etwa 4 Millionen Menschen ums Leben.

WERBUNG

Der deutsche Bundestag hat Holodomor, die vom sowjetischen Diktator Stalin organisierte Hungersnot in der Ukraine, als Völkermord eingestuft. SDP, Grüne, FDP und CDU/CSU stimmten dafür, AfD und Linke enthielten sich.

Der aktuelle Botschafter der Ukraine in Deutschland Oleksii Makeiev und der ehemalige Botschafter Andreij Melnik - der jetzt im Außenministerium in Kiew tätig ist - waren bei der Abstimmung in Berlin dabei.

Die SPD-Abgeordnete Gabriela Heinrich sagte im Bundestag: "Der Holodomor war eine gewollte und geplante Hungersnot, um die Ukraine gefügig zu machen, um sie dem sowjetischen System einzuverleiben. Die Ukraine hat das nicht vergessen und auch wir werden es nicht vergessen."

Robin Wagener von den Grünen erklärte: "Mit unserem Antrag setzen wir uns mit der brutalen Wahrheit stalinistischer Gewalt auseinander, nicht um die deutschen Verbrechen in der Sowjetunion zu relativieren, sondern um aus der historischen Wahrheit zu lernen."

Beim Holodomor, was "Mord durch Hunger" bedeutet, kamen in der Ukraine ab dem Jahr 1932 etwa vier Millionen Menschen ums Leben. Der Linken Abgeordnete Gregor Gysi sagte in der Debatte, Stalin sei sehr schlimm gewesen, aber kein Hitler.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Auch FDP attackiert Gesundheitsminister: "Lauterbach verzettelt sich"

Holodomor gleich Völkermord an Ukrainern?

Neuer Bericht warnt vor möglicher Hungersnot im Norden Gazas