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Nix mit Fußballstimmung: Bier, Chips und Softgetränke werden kaum verkauft

So richtig Stimmung wollte einfach nicht aufkommen: Auch der Einzelhandel in Deutschland merkt unterschiede zu anderen großen Fußballturnieren.
So richtig Stimmung wollte einfach nicht aufkommen: Auch der Einzelhandel in Deutschland merkt unterschiede zu anderen großen Fußballturnieren. Copyright Markus Schreiber/AP
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Von Alexandra Leistner
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Zu Beginn der WM in Katar gab es in Deutschland eine große Boykottbewegung gegen das Turnier. Auch digital verfügbare Kassendaten für Knabberzeug und Getränke weisen darauf hin, dass das Fußballfieber in deutschen Wohnzimmern nicht hoch ist.

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Schon lange bevor die WM in Katar begonnen hatte, war klar: Das wird kein Fußballturnier, wie jedes andere. In der Bevölkerung gab es viele leidenschaftliche aber auch sporadische Fußballfans, die planten, die Spiele zu boykottieren. Zahlreiche Bars in ganz Deutschland entschieden sich, kein Public Viewing anzubieten.

Grund für den Boykott waren in erster Linie die Verletzung von Menschenrechte sowie mangelnder Umweltschutz in dem Emirat.

Und der Boykott schlägt sich nicht nur in miserablen TV-Einschaltquoten nieder. Nachdem die deutsche Nationalmannschaft aus dem Turnier ausschied, meldet auch der deutsche Einzelhandel Verluste.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts zeigt sich die gedämpfte Stimmung auch an den Supermarktkassen: Softgetränke wie Limonade, aber vor allem auch Bier werden in diesen Wochen zu Ladenhütern. Auch Knabberzeug wie Chips und Salzstangen werden kaum mehr - oder sogar weniger - verkauft.

Anders als vielleicht erwartet, habe die WM in Katar "zu keinem deutlich höheren Absatz dieser Produkte geführt", teilte das Statistische Bundesamt vor.

In dem dazu veröffentlichten Schaubild der Behörde ist eindeutig ein Anstieg der Produkte in der Mitte des Jahres 2021 zu sehen - als die Europameisterschaft 2020 nachgeholt wurde. Gegen Jahresende 2022 zeigt der Verbrauch dagegen eine absteigende Tendenz.

Die Zahlen beziehen sich auf die ersten beiden WM-Wochen - in denen die deutsche Mannschaft noch dabei war. Den Zahlen zufolge wurden "in den Kalenderwochen 47 und 48 – also in den ersten beiden WM-Wochen – nur 2,6 % mehr Bier, Softgetränke, Chips und Salzgebäck gekauft als im Vorjahreszeitraum und sogar 7,1 % weniger als in KW 45 und 46, also vor Turnierstart."

Die Daten basieren auf elektronisch übermittelten Kassendaten aus Supermärkten in ganz Deutschland.

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