Ukraine: Keine ruhige Weihnacht an der Front

Durch Raketenangriffe zerstörte Schule bei Saporischschja
Durch Raketenangriffe zerstörte Schule bei Saporischschja Copyright screenshot
Von Richard Good
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Auch an Weihnachten haben die russischen Bombardierungen nicht nachgelassen, härtester Frontabschnitt bleibt das umkämpfte Bachmut.

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Die russischen Bombardierungen haben auch an Weihnachten nicht nachgelassen - die regionalen Behörden von Saporischschja berichten von 590 russischen Angriffen innerhalb von sieben Tagen. 

Russische Invasionstruppen und ukrainische Verteidiger haben die Gefechte um die Frontstadt Bachmut im Osten der Ukraine am Montag fortgesetzt. Dabei seien erneut mehrere Vorstöße russischer Einheiten zurückgeschlagen worden, so der Generalstab in Kiew.

An den Feiertagen hat die russische Armee ihre Offensiven rund um die Orte Swatowe und Kreminna fortgesetzt, so das Washingtoner Institute for the Study of War. Russische Truppen hätten Ortschaften im Westen und Nordwesten von Swatowe "ohne Erfolg" attackiert, heißt es vom ukrainischen Generalstab.

Bachmut bleibt hart umkämpft

Laut Pawlo Kyrylenko, dem ukrainischen Gouverneur der Oblast Donezk, geht die Offensive dort unablässig weiter. Ebenso wird laut ISW in den Vororten der Stadt Donzek weitergekämpft.

Bachmut gilt als strategischer Eckpfeiler der Front im Osten der Ukraine, ein Durchbruch würde den russischen Truppen ein Vordringen tief ins Hinterland der ukrainischen Linien ermöglichen. Die Stadt ist inzwischen von den Verteidigern zur Festung ausgebaut worden.

In der Nachbarstadt Toretsk werden im Krankenhaus ukrainische Verwundete behandelt. Russland führe dort kleinere Angriffe durch – größere Gebietsgewinne blieben aber aus.

Russische Aufklärungseinheiten haben versucht, den Dnipro bei Cherson zu überqueren

Auch an der Front im Süden gingen die Kampfhandlungen weiter. Laut ukrainischen Militär versuchte die russische Armee, mit Aufklärungseinheiten den Fluss Dnipro bei Cherson zu überqueren. Einer Sprecherin der ukrainischen Streitkräfte zufolge will das Militär die russischen Nachschublinien unterbrechen. Unterdessen feuerte die russische Armee laut ukrainischem Generalstab auf zivile und militärische Ziele in den Gebieten Cherson, Mykolajiw, Dnipropretowsk und Saporischschja. 

In ihrer jüngsten Meldung erklärt die Ukraine, innerhalb von 24 Stunden 620 russische Soldaten getötet zu haben. Auch Russland meldet, bei Kämpfen und Artillerieduellen den ukrainischen Verteidigern an verschiedenen Frontabschnitten größere Verluste zugefügt zu haben.

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