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Atomkraft auf dem Vormarsch: In Finnland beginnt der Uran-Abbau

In Finnland hat der Uranabbau begonnen.
In Finnland hat der Uranabbau begonnen. Copyright EBU
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Von Euronews mit EBU
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In Finnland hat das staatliche Unternehmen Terrafame mit dem Uran-Abbau begonnen. Angesichts der explodierenden Energiepreise und der europäischen Unabhängigkeit steigt die Popularität von Atomkraft wieder.

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Die Atomkraft feiert ihr Comeback in Europa. In Finnland hat die staatliche Bergbaugesellschaft Terrafame mit dem Abbau von Uran in Sotkamo begonnen. 

Hunderte Tonnen Uran jährlich ab 2026

Ab 2026 sollen jährlich 200 Tonnen Uran gefördert werden. Das finnische Uran wird die europäische Atomenergie einen großen Schritt näher in Richtung Selbstversorgung bringen, bisher war Finnland auf russische Importe angewiesen.

Terrafames Geschäftsführer Joni Lukkaroinen ordnet die Zahlen ein: "Wenn unser Uran (nach der Anreicherung) wieder in Finnland landen würde, wäre etwa die Hälfte des jährlichen Bedarfs durch das Uran aus Sotkamo gedeckt."

Laukkaroinen sieht die Atomkraft als Mittel gegen den Klimawandel: "Es ist toll, einen Beitrag zu leisten, die Klimaerwärmung einzuschränken und einen Beitrag zum Anstieg der Anzahl an Elektroautos in Europa zu leisten."

Atomkraft wird wieder populärer in Europa

Die Sorge um mögliche Unfälle in Atomanlagen und um die Endlagerung der radioaktiven Abfälle scheint in Finnland, und auch europaweit, angesichts der aktuellen Umstände geschrumpft. Seit Russland die Gasversorgung als Druckmittel benutzt, sind die Europäischen Staaten bemüht, unabhängiger von fossilen Energiequellen zu werden. Auch einige Verbraucher:innen, die unter den explodierten Energiepreisen leiden, sehen die Atomkraft als veritable Lösung.

Sogar die finnischen Grünen sprechen sich für die Atomenergie aus und sehen darin eine klimafreundliche, weil CO2-arme, Energiequelle. Als Anfang des Jahres in Finnland europaweit das erste neue Atomkraftwerk seit Jahrzehnten aufmachte, befand der Fraktionschef der finnischen Grünen, es käme genau zur richtigen Zeit.

Wären da nur nicht das Unfallrisiko und die Abfallproblematik…

Weitere Quellen • SRF

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