14 BAFTA-Nominierungen für "Im Westen nichts Neues"

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Von Andrea Büring
Felix Kämmerer und Albrecht Schuch bei der Filmpremiere,  Berlin, 27.9.2022.
Felix Kämmerer und Albrecht Schuch bei der Filmpremiere, Berlin, 27.9.2022.   -  Copyright  JOHN MACDOUGALL/AFP or licensors

14 BAFTA-Nominierungen für "Im Westen nichts Neues" - das Filmdrama um einen Soldaten im 1. Weltkrieg kann sich also gute Chancen ausrechnen bei der Verleihung des begehrten britischen Filmpreises am 19. Februar in London.

Das sind die meisten Nominierungen für einen nicht englischsprachigen Film seit Ang Lees "Tiger and Dragon" vor mehr als 20 Jahren.

BAFTA-Präsident Krishnendu Majumdar erklärt, "es ist einfach das schiere Handwerk und die Kunstfertigkeit, die dahinter steckt. Alles, die Darsteller, die Geschichte, aber auch die Art und Weise, wie er gemacht ist, zeugt von höchster Qualität. Und die wird jetzt von den BAFTA-Wähler:innen belohnt."

Auch ins Rennen um den Oscar geht diese erste deutsche Verfilmung von Erich Maria Remarques Roman "Im Westen nichts Neues". Die Rolle des 17-jährigen Soldaten Paul Bäumer spielt der Österreicher Felix Kämmerer: "Es gab viele Reaktionen von Menschen, die uns sagten, es sei so erschütternd, die Bilder aus der Ukraine zu sehen und dann diesen Film zu sehen. Sie seien kaum zu unterscheiden", sagt er. "Ich denke, das zeigt uns wieder, dass sich im Prinzip nichts geändert hat. Es sind hauptsächlich die Namen oder die Begriffe, die wir verwenden. Aber die Art und Weise, wie wir Krieg führen, ist einfach immer gleich. Und was gleich bleibt wie vor 100 Jahren, ist der Horror und die Brutalität."

"Im Westen nichts Neues" zählt zu den wichtigsten Werken der Antikriegsliteratur. Es wurde in 60 Sprachen übersetzt und mehr als 50 Millionen Mal verkauft. Nach der Machtergreifung Hitlers wurde der Roman öffentlich verbrannt. Erich Maria Remarque musste in die Schweiz und später in die USA fliehen.