Blitze, Regen und steigende Todeszahlen: Kein Durchatmen in Neuseeland nach Gabrielle

Am Dienstag, den 14. Februar 2023, sprudelt Wasser aus einem Kanalisationsanschluss auf einer Straße in Te Awanga, südöstlich von Auckland, Neuseeland.
Am Dienstag, den 14. Februar 2023, sprudelt Wasser aus einem Kanalisationsanschluss auf einer Straße in Te Awanga, südöstlich von Auckland, Neuseeland.   -  Copyright  HOGP/AP
Von Alexandra Leistner

Die Lage in Neuseeland ist weiter angespannt nachdem mindestens sechs Menschen im Zyklon Gabrielle ums Leben kamen. Im Norden regnet es seit Wochen, 4.400 Blitzeinschläge wurden registriert.

Nach dem Zyklon Gabrielle auf Neuseeland ist die Zahl der Todesopfer auf sechs gestiegen. Weil ganze Dörfer in der betroffenen Region von der Kommunikation abgeschnitten sind, wird aber befürchtet, dass es weitere Tote gibt.

 "Es gibt immer noch Menschen, um die sich die Polizei große Sorgen macht, und wir müssen uns darauf einstellen, dass es wahrscheinlich noch mehr Todesopfer geben wird", sagte Premierminister Chris Hipkins am Donnerstag.

Aus der Vogelperspektive wird das Ausmaß der extremen Wetterlage deutlich: Der Zyklon hat eine apokalyptische Landschaft mit Tausenden von überfluteten Häusern hinterlassen. 

In Napier standen verzweifelte Anwohner:innen für Benzin, Bargeld und Gas Schlange. Die Stadt könnte bis zu zwei Wochen ohne Strom sein. Notdienste und Menschen, die dringend reisen müssen, dürfen die wieder eröffneten Schnellstraßen nutzen, wie örtliche Behörden mitteilten.

Mehr als 3500 Menschen gelten als vermisst, über 10.000 wurden evakuiert. Weil sie nicht wissen, was sie vorfinden, macht die Rückkehr in ihre Häuser vielen Angst. 

Auch mehrere Rettungskräfte kamen ums Leben. Ein Feuerwehrmann, der nach einem Erdrutsch in Muriwai aus einem Wohnhaus geborgen wurde, starb wenig später im Krankenhaus, wie der New Zealand Herald berichtete. Er und ein weiterer Kollege der ums Leben kam waren beide bei der freiwilligen Feuerwehr.

Und auch ein Ende der schwierigen Wetterlage ist nicht in Sicht: Meteorologen sagen erneut Stürme über der Nordinsel voraus, Seit Wochen regnet es dort. Lokalen Medienberichten zufolge wurden über der Nordinsel mehr als 4.400 Blitzeinschläge verzeichnet.

Weitere Quellen • New Zealand Herald

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