Korruptionswürfe: USA liefern Perus Ex-Präsident an sein Heimatland aus

Sicherheitskräfte am Flughafen Lima. Von dort aus wird Ex-Präsident Toledo in ein Gefängnis gebracht
Sicherheitskräfte am Flughafen Lima. Von dort aus wird Ex-Präsident Toledo in ein Gefängnis gebracht Copyright Guadalupe Pardo/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Copyright Guadalupe Pardo/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit dpa
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Alejandro Toledo war von 2001 - 2006 Präsident von Peru. Ihm wird vorgeworfen, 20 Millionen Dollar als Bestechungsgeld angenommen zu haben. Nun haben ihn die USA an Peru ausgeliefert. Bei einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft.

WERBUNG

Der frühere peruanische Präsident Alejandro Toledo ist wegen Korruptionsvorwürfen aus den USA an sein Heimatland ausgeliefert worden. Die Polizei des südamerikanischen Landes veröffentlichte am Sonntag auf Twitter ein Foto von Toledo am internationalen Flughafen der Hauptstadt Lima nach dessen Ankunft aus Los Angeles.

Außer Toledo ist unter anderem Polizeichef Jorge Ángulo zu sehen. Nach Berichten peruanischer Medien sollte Toledo in Untersuchungshaft kommen.

Die Behörden des Andenstaates hatten 2017 einen Haftbefehl gegen Toledo erlassen und seine Auslieferung beantragt. Dem Ex-Staats- und Regierungschef (2001-2006) wird vorgeworfen, 20 Millionen US-Dollar (rund 18 Millionen Euro) Bestechungsgeld vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht für den Bau der Fernstraße Interoceánica zwischen Atlantik und Pazifik angenommen zu haben.

Größter Korruptionsskandal Lateinamerikas

Im Falle einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft. Toledo bestreitet die Vorwürfe. Er stellte sich den US-Behörden und erschien am Freitag vor Gericht in der kalifornischen Stadt San José.

Die Affäre um Odebrecht gilt als größter Korruptionsskandal Lateinamerikas. Nach Schätzungen der US-Justiz zahlte der Konzern in zwölf Ländern rund 785 Millionen Dollar (734 Millionen Euro) an Schmiergeld. Oft waren Bauprojekte am Ende teurer als geplant. So kostete das Teilstück der Interoceánica in Peru statt der geplanten 850 Millionen schließlich 2,1 Milliarden US-Dollar.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Kein Durchkommen an der peruanischen Grenze: Polizei hält Migrant:innen aus Chile auf

120 Bootsmigranten erreichen Italien - Ankunftszahlen im Vergleich zu 2022 vervierfacht

Korruptionsvorwürfe: Spaniens Ex-Verbandschef Rubiales festgenommen