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Krawalle an TagX? Lina E. (28) zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt

In Dresden ist Lina E. wegen linker Gewalt zu langer Haftstrafe verurteilt worden
In Dresden ist Lina E. wegen linker Gewalt zu langer Haftstrafe verurteilt worden Copyright Sebastian Kahnert/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Euronews mit dpa, AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Es hagelt Kritik, doch Justizminister Buschmann verteidigt das Urteil gegen Lina E., die wegen Gewalt gegen Rechtsextreme zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde.

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In Dresden hat das Oberlandesgericht die Studentin Lina E. wegen Gewalt gegen Rechtsextreme zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Die 28-Jährige gilt als Anführerin einer linken Gruppe, die in den vergangenen Jahren insgesamt 13 Anhänger der rechten Szene in Leipzig, Wurzen und Eisenach teils sehr brutal verprügelt haben. Auch drei Mitangeklagte junge Männer wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt.

#FreeLina geht viral

Viele, die das harte Urteil gegen Lina E. kritisieren, meinen, gegen rechtsextreme Gewalt werde nicht hart genug vorgegangen. Und sie verweisen auf die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano. So zitiert der Linken-Politiker die 2021 verstorbene Antifaschistin und Auschwitze-Überlebende in einem Tweet mit Verweis auf Lina E.mit den Worten: "Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen."

Der Chef der Grünen-Jugend, Timon Dzenius, spricht von einem "völlig übertriebenen und auf fragwürdigen Indizien beruhenden Prozess", bei dem "mit aller Härte gegen #LinaE und andere Linke vorgegangen" werde.

Proteste unter dem Slogan "TagX"

In Leipzig wollte die linksextreme Szene Solidaritätsdemonstrationen für Lina E. organisieren. Doch diese schon im Vorfeld angekündigten Proteste könnten von den Behörden verboten werden.

Justizminister verurteilt "Selbstjustiz"

Der deutsche Justizminister Marco Buschmann verteidigt das Urteil. 

Auf Twitter schreibt er: "Extremismus bekämpft man nicht mit Extremismus. Wir müssen unsere liberale Demokratie schützen vor ihren Feinden, doch nicht mit Selbstjustiz. Recht & Gesetz gelten für alle. Wo die Grenzen der Rechtsordnung überschritten werden, sind Staatsanwaltschaft & Polizei gefordert."

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