"Gut gemacht, Soldaten!"- Ukraine meldet Vorstöße in Richtung Bachmut

Zwei ukrainische Soldaten mit der Stadt Bachmut im Hintergrund
Zwei ukrainische Soldaten mit der Stadt Bachmut im Hintergrund Copyright Iryna Rybakova/AP
Von Euronews mit APF, dpa
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Laut Präsident Selenskyj macht die ukrainische Armee Vorstöße im Gebiet Donezk in Richtung der Stadt Bachmut. Die Lage in der russischen Grenzregion Belgorod bleibt angespannt.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Vorstöße der ukrainischen Armee im Gebiet Donezk in Richtung der Stadt Bachmut gelobt. Zuvor hatte die Armee Bilder veröffentlicht, die Angriffe der ukrainischen Truppen auf russische Stellungen nahe Bachmut zeigen sollen.

Am Montagabend bestätigte die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar, dass Bachmut der zentrale Schauplatz der aktuellen Kämpfe sei.

Ob es sich um die lang erwartete Gegenoffensive Kiews handelt, ließ Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft offen: "Ich bin jedem unserer Soldaten dankbar, und all unseren Verteidigern, die uns die Nachricht gebracht haben, auf die wir heute warten. Richtung Bachmut - gut gemacht, Soldaten!"

Zuvor hatte Selenskyj den britischen Außenminister James Cleverly in Kiew getroffen und ihm für die militärische Unterstützung Londons gedankt - insbesondere für die Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow - aber auch für die geplante Ausbildung ukrainischer Piloten in Großbritannien.

Erneut Luftalarm in der Ukraine

In der Nacht zum Dienstag hat es Berichten zufolge erneut landesweit Luftalarm in der Ukraine gegeben. In den frühen Morgenstunden waren in verschiedenen Bezirken der Hauptstadt Kiew heftige Explosionen zu hören, wie "Ukrajinska Prawda" berichtete. Laut Militärverwaltung und Bürgermeister Vitali Klitschko sei die Luftabwehr aktiviert worden, so das Internetportal.

"Hirngespinste"

Unterdessen hat das russische Verteidigungsministerium nach eigenen Angaben eine versuchte Großoffensive der ukrainischen Streitkräfte in Richtung Donezk abgewehrt.

Nach Angaben des Ministeriums wurden dort 1500 ukrainische Soldaten und 28 Panzer zerstört - allerdings hat Jewegeni Prigoschin, Chef der russsischen Söldnergruppe Wagner, diese Zahl als falsch und maßlos übertrieben dargestellt.

"Das sind alles nur Hirngespinste", kommentierte Prigoschin auf Telegram. Die Tötung von 1500 Soldaten an einem Tag sei "ein ziemliches Massaker", schrieb Prigoschin und machte sich dabei über den Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, lustig. "In der Tat, warum addieren wir nicht alle Zahlen, die Konaschenkow genannt hat? Ich glaube, wir haben den gesamten Planeten Erde bereits fünfmal zerstört", spottete der Chef der russischen Privatarmee Wagner weiter.

Belgorod

Auch hat das russische Staatsfernsehen Bilder von Zerstörung in der russischen Grenzregion Belgorod ausgestrahlt.

Kremlfeindliche Kämpfer haben dort nach eigenen Angaben die Ortschaft Nowaja Tawolschanka komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Weil der russische Machtapparat sich nicht für das Schicksal der Region interessiere und die Lage nicht mehr im Griff habe, hätten sie nun das Handeln übernommen, teilte das Russische Freiwilligenkorps RDK am Montag mit.

Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, räumte nach tagelangem Beschuss des Gebiets indirekt ein, in dem Ort nicht mehr Herr der Lage zu sein.

Einige Beobachter sehen die Angriffe auf Belgorod als Teil der Bemühungen Kiews, Moskau abzulenken, um den Erfolg der Gegenoffensive im Osten der Ukraine zu unterstützen.

Die ukrainische Führung hatte zurückgewiesen, etwas direkt mit den Angriffen auf die russische Region zu tun zu haben. Im Gebiet Belgorod gab es durch das Feuer von ukrainischer Seite bereits mehrere Tote und Verletzte unter Zivilisten.

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