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Russland gruppiert nach Staudamm-Zerstörung Kräfte um

Ein ukrainischer Soldat an der Frontlinie in der Nähe von Bakhmut, Region Donezk, Ukraine, 17. Juni 2023.
Ein ukrainischer Soldat an der Frontlinie in der Nähe von Bakhmut, Region Donezk, Ukraine, 17. Juni 2023. Copyright LIBKOS/Copyright 2023 The AP.
Copyright LIBKOS/Copyright 2023 The AP.
Von euronews mit dpa
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Nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Süden der Ukraine hat Russland nach Erkenntnissen britischer Geheimdienste große Truppenkontingente an andere Frontabschnitte verlegt. Vermutet wird, dass der Damm von Russland zerstört wurde.

"Die Umgruppierung der Heeresgruppe Dnipro spiegelt wahrscheinlich die russische Auffassung wider, dass ein größerer ukrainischer Angriff über den (Fluss) Dnipro nach dem Bruch des Kachowka-Staudamms und den daraus resultierenden Überschwemmungen jetzt weniger wahrscheinlich ist."

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Britisches Verteidigungsministerium

Die bisher am östlichen Ufer des Flusses Dnipro stationierten Einheiten verstärkten nun die Abschnitte im Gebiet Saporischschja und bei Bachmut im Osten, hieß es in dem Bericht weiter.

Russische Grenzregion Belgorod meldet Verletzte nach Beschuss

Nach Behördenangaben sind in der Kleinstadt Waluiki sieben Zivilisten durch Beschuss verletzt worden. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow machte dafür die ukrainischen Streitkräfte verantwortlich. Die Kleinstadt gilt als wichtiger Umschlagpunkt für die Versorgung der russischen Truppen im ukrainischen Gebiet Luhansk. In dem Landkreis sind größere Truppenverbände stationiert.

Deutscher General: Zurückhaltung bei Beurteilung von Ukraine-Offensive

Bei der Bewertung der ukrainischen Gegenoffensive ist nach Meinung des Leiters des Lagezentrums Ukraine im Verteidigungsministerium, Brigadegeneral Christian Freuding, Zurückhaltung angebracht.  Die Ukrainer zahlten in diesem Krieg seit über 400 Tagen einen hohen Preis. 

_"Ich glaube, wir haben weder die Sicht noch das Recht, das ukrainische Vorgehen zu beurteilen, ob es gut, schlecht, zweckmäßig oder unzweckmäßig war." _

Nach Angaben Freudings geht die Ukraine sehr restriktiv mit Informationen zur Lage um. Es gebe ein Wiedergewinnen der Initiative durch die ukrainischen Streitkräfte und erste Angriffserfolge. 

_"Wir haben aber auch gesehen, dass die Verteidigungsstellungen der russischen Streitkräfte sehr stark vorbereitet wurden." _

Derzeit konsolidierten sich die ukrainischen Kräfte, um zu schauen, wo und womit sie Erfolg hatten.

Wagner-Chef: 32.000 Ex-Gefangene aus Kriegsdienst entlassen

Von den in russischen Gefängnissen angeworbenen Straftätern für den Kriegsdienst in der Ukraine sind nach Angaben der Privatarmee Wagner 32 000 Männer wieder nach Hause zurückgekehrt. Sie hätten ihren Vertrag und den Einsatz bei den Kämpfen erfüllt, so Prigoschin.

Frauen und Menschenrechtler hatten sich besorgt gezeigt, dass so viele Straftäter, darunter Mörder und andere Gewalttäter, begnadigt und vorzeitig wieder auf die russische Gesellschaft losgelassen würden. Teils hatten die verurteilten Schwerverbrecher bereits neue Morde begangen.

Dagegen sieht der Wagner-Chef den Kriegsdienst auch als großes Resozialisierungsprogramm. Prigoschin behauptete, dass die Freigelassenen im Anschluss insgesamt nur 83 Verbrechen begangen hätten. Das seien 80 Mal weniger Straftaten als von jenen, die regulär nach Verbüßung ihrer Strafe auf freien Fuß kamen.

Prigoschin, ein enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putins, hatte die Häftlinge teils selbst in den Straflagern angeworben. Wer dann einen Vertrag für den Kriegseinsatz unterzeichnete, wurde von Putin begnadigt. Bedingung war, mindestens sechs Monate Kampfeinsätze in der Ukraine zu absolvieren.

Menschenrechtler beklagen, dass Russland weiter massenhaft Straftäter in Gefängnissen für den Kriegsdienst anwirbt. Demnach nutzt inzwischen vor allem das Verteidigungsministerium den Strafvollzug für die Rekrutierung von Kämpfern.

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