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Folge des Kachowka-Staudammbruchs: Massenflucht Richtung Westen

Beladung eines Hilfstransports für die Flutopfer in der Ukraine
Beladung eines Hilfstransports für die Flutopfer in der Ukraine Copyright Euronews hungary/screengrab
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Von Zoltan SiposhegyiEuronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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In einer Region in der Westukraine herrscht schon Wohnungsmangel, weil viele Menschen die Flutgebiete verlassen. Ein Euronews-Korrespondent hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und ist dabei auch auf große Hilfsbereitschaft gestoßen.

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10 Tage nach dem verhängnisvollen Bruch des Kachowka-Staudamms fliehen immer mehr Menschen vor den Schrecken des Krieges in die Karpatenukraine im Westen des Landes.

Nach Angaben der Vereinten Nationen ist nicht nur in den überfluteten Dörfern eine humanitäre Krise entstanden, sondern in der gesamten Region. In der Vergangenheit versorgte der Stausee Hunderttausende Menschen mit Energie und Trinkwasser.

In Mukatschewo in der Karpatenukraine macht sich die Ankunft der aus der Hochwasserregion Geflüchteten schon bemerkbar.

"Schwierige Wohnungssuche" in Mukatschewo

Von dort berichtete der ungarische Euronews-Korrespondent Zoltán Siposhegyi: "Hier in Mukatschewo ist es schwierig, noch Wohnungen zu finden, weil die Flüchtlinge sie alle gemietet haben. Einheimische sagen, dass in den vergangenen Tagen viele gekommen sind, die wegen der Staudammexplosion geflohen sind. Es sind die Wohlhabenden, die mit ihren eigenen Autos kommen konnten. Sie wollen nicht in einem Flüchtlingslager schlafen, sie wollen einfach näher am Westen sein."

Ganze Konvois von Schutzsuchenden sind noch aus der Hochwasserregion in Richtung Westen unterwegs. In der Grenzregion sind die Kommunen von Behörden in Kiew aufgefordert worden, sich auf den Empfang der Geflüchteten einzustellen und ihnen Hilfe zu leisten.

Ungarische Hilfsbereitschaft

Mit gutem Beispiel voran geht die NGO Ungarischer Baptistenhilfsdienst (Hungarian Baptist Relief Service) in Berehowe an der Grenze zu Ungarn. Dort stehen bereits mehrere Tonnen an Hilfsgütern bereit.

Der Leiter der Einrichtung, Csaba Nagy, berichtet, dass noch in dieser Woche ein umfassender Hilfstransport von Berehowe in die Krisenregion beginnen soll: "Da aufgrund der Dammsprengung Wasserknappheit herrscht, werden wir zunächst 1000-Liter-Behälter an die Bedürftigen liefern. Diese werden vorher gefüllt, damit sie etwas zu trinken haben."

Experten gehen davon aus, dass der Dammbruch keine ähnliche Flüchtlingswelle wie im vergangenen Jahr auslösen wird. Zum einen, weil diejenigen, die aus dem Gebiet fliehen wollten, dies bereits getan haben, und zum anderen, weil die meisten von ihnen den Rückgang des Hochwassers in den benachbarten Bezirken Cherson und Saporischschja abwarten wollen, um so schnell wieder nach Hause zu können.

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