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Was wird aus den 4 Kindern, die 40 Tage allein im Dschungel überlebt haben?

Im Dschungel gefundene Geschwister
Im Dschungel gefundene Geschwister Copyright Colombia's Armed Force Press Office via AP
Copyright Colombia's Armed Force Press Office via AP
Von Kirsten RipperEuronews mit Efe, AFP
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Die vier Kinder, die 40 Tage allein im Amazonas in Kolumbien überlebt haben, sind aus dem Krankenhaus entlassen worden. Doch was wird jetzt aus den Geschwistern, die ihre Mutter verloren haben?

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Den vier Geschwistern, die am 9. Juni im kolumbianischen Dschungel gefunden worden waren, geht es "sehr gut". Die Kinder waren 40 Tage lang nach einem Flugzeugabsturz allein im Amazonas - und wurden jetzt aus dem Krankenhaus in Bogota entlassen.

"Die Kinder sind nicht mehr im Krankenhaus", teilte das kolumbianische Institut für Familienfürsorge (ICBF) mit. Weil sie stark unterernährt sowie dehydriert waren und auch mehrere Infektionen hatten, mussten die Kinder mehrere Wochen in einer Militärklinik behandelt werden. Die Mutter der Geschwister war bei dem Crash im Dschungel ums Leben gekommen. Doch die Kinder wurden von den Rettungskräften sehr lange gar nicht entdeckt.

3 Mädchen und ein Junge

Die Geschwister sind drei Mädchen und ein Junge. Die 13-jährige Lesly Mukutuy hatte sich 40 Tage lang um ihre Geschwister gekümmert - nämlich um Soleiny Mukutuy (9) Tien Noriel Ronoque Mukutuy (5) und um das Baby Cristin Neruman Ranoque, die im Dschungel ihren ersten Geburtstag feierte.

Wer bekommt das Sorgerecht?

Die vier Geschwister - die eigentlich in einer abgelegenen Gegend in der Nähe des Absturzortes leben - werden vorerst für sechs Monate in der Obhut des staatlichen ICBF verbleiben, das dann entscheiden muss, wer das Sorgerecht erhält. Dies könnten die Großeltern mütterlicherseits oder der Vater sein, der nicht mit der Familie lebte und dem laut Medienberichten Gewalt gegen die Mutter vorgeworfen wird. Die Großmutter hatte sich mit einer Audiobotschaft an die Kinder an der Suche beteiligt.

Die Direktorin des ICBF, Astrid Cáceres, erklärte, die Kinder fühlten sich inzwischen in Sicherheit, aber ihre Rückkehr in den Alltag werde sechs Monate dauern. Und erst dann werde durch die Justiz entschieden, bei wem die Geschwister leben sollten. 

Die Geschwister gehören zum indigenen Stamm der Uitoto (oder: Witoto), die sich selbt Komini nennen. Sie leben weit abgeschieden im Urwald möglichst in Einklang mit der Natur, indem sie sich von Früchten und vom Fischfang ernähren.

Um in die kolumbianische Hauptstadt Bogota zu gelangen, sind die Uitoto oft auf Flugzeuge angewiesen, da es in ihrer Gegend des Amazonas keine Bahnverbindung gibt.

Spürhund Wilson offenbar verloren

In den sozialen Medien wird auch berichtet, dass bei der Rettungsaktion nach dem Absturz ein Spürhund der Armee namens Wilson verloren gegangen ist. Die Suche nach Wilson wurde offenbar erfolglos eingestellt.

Die Kinder wurden an einem abgelegenen Ort zwischen den Departements Caquetá und Guaviare gefunden. Die Armee hatte beim Einsatz "Operation Hoffnung" wochenlang nach den Überlebenden des Absturzes des Kleinflugzeugs gesucht.

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