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Emile (2) wird weiter vermisst: Frankreichs Justiz geht 1.400 Hinweisen nach

Emile wird seit dem 8. Juli 2023 vermisst
Emile wird seit dem 8. Juli 2023 vermisst Copyright AFP
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Von Kirsten RipperEuronews mit AFP, France Info, La Depeche du Midi
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Die Justiz in Frankreich hat im Fall des seit dem 8. Juli vemissten kleinen Emile zwei Ermittlungsrichter eingesetzt, die auch Telefonüberwachungen anordnen können.

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Der zweieinhalb Jahre alte Emile wird seit dem 8. Juli vermisst, dem Tag, an dem er bei seinen Großeltern in Haut-Vernet im Hinterland der Côte d'Azur war und aus dem Garten verschwunden ist. Wegen der Komplexität des Falls hat die Staatsanwaltschaft von Digne-les-Bains jetzt zwei Ermittlungsrichter aus Aix-en-Provence eingesetzt. Diese können auch Telefonüberwachungen anordnen.

Auf einen Zeugenaufruf nach dem Verschwinden des Jungen waren bei der französischen Polizei mehr als 1.400 Hinweise eingegangen. Eine heiße Spur gibt es offenbar bisher aber nicht.

Ein Experte erklärte auf France Info, die Chancen, den Jungen nach 10 Tagen lebend zu finden, seien gering.

Mehr als 1.600 Mobiltelefone im Suchgebiet registriert

Zuletzt gesehen hatte ein Ehepaar den kleinen Emile - allein - um 17 Uhr 15 in dem Dorf Haut-Vernet. Dieses liegt etwa 30 Kilometer von Digne-les-Bains entfernt im Département Alpes-de-Haute-Provence. Wohl auch weil die Schulferien in Frankreich an diesem Wochenende begonnen haben, waren mehr als 1.600 Mobiltelefone im Umkreis des Suchgebiets eingeloggt.

Emile war zu Besuch bei seinen Großeltern, den Eltern seiner Mutter, die mit neun Geschwistern in Haut-Vernet und in Marseille aufgewachsen ist. In der französischen Presse heißt es, die Familie sei streng katholisch und habe in Marseille die Messe auf Lateinisch besucht.

Die Familie des kleinen Emile

Doch nicht nur der kleine Emile war bei den Großeltern - auch mehrere Tanten, Onkel und deren Kinder sollen zu einer Art Familientreffen übers Wochenende zusammen gewesen sein. Marie, die Mutter des kleinen Emile und ihre Geschwister wurden von ihren Eltern zu Hause unterrichtet und sind nicht in die Schule gegangen. 

La Depeche du Midi zufolge ist die Mutter Physiotheratpeutin in Marseille, der 26-jährige Vater soll Ingenieur aus dem Großraum Paris sein und rechtsextreme Gruppen unterstützt haben.

Das Bergdorf ist für "morbiden Tourismus" gesperrt

Der Bürgermeister von Haut-Vernet hat das Dorf für Besucher und Besucherinnen bis Ende Juli gesperrt, um "morbiden Tourismus" zu vermeiden. Francois Balique, der Bürgermeister, erklärte: "Wir sind in einem kleinen Bergdorf, die Familie ist am Boden zerstört, Sie können sich die Schuld vorstellen, die der Großvater ertagen muss. (...) Die Dorfbewohner leben in Ungewissheit, in Zweifel und in Angst".

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