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Angst vor Wagner und Atomwaffen: Polen schickt 2.000 weitere Soldaten an die Grenze

An der polnisch-belarussischen Grenze
An der polnisch-belarussischen Grenze Copyright WOJTEK RADWANSKI/AFP or licensors
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Von Euronews mit AP/DPA
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Polen entsendet 2.000 weitere Soldaten an die Grenze zu Belarus. Auch Russland kündigt Truppenaufstockung an den Westgrenzen an.

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Polen entsendet 2.000 weitere Soldaten an seine Grenze zu Belarus. Das sind doppelt so viele, wie der Grenzschutz angefordert hatte.

So soll der Anstieg irregulärer Grenzübertritte gebremst werden. Warschau wirft Belarus vor, Migranten als Erpressungsmittel gegenüber dem Westen einzusetzen. Ebenfalls als bedrohlich weren die Atomdrohungen Moskaus angesehen.

NATO Beitritt Finnlands und Schwedens "destabilisierender Faktor"

Russland hat bereits die Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus angekündigt. Zudem waren Söldner der Wagner-Gruppe von Jewgeni Prigoschin nach dem gescheiterten Putschversuch gegen Moskau nach Belarus umgesiedelt worden.

Das russische Verteidigungsministerium kündigte als Antwort auf die jüngste Ankündigung aus Warschau eine Truppenaufstockung an den Westgrenzen an. Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte: "Die Bedrohungen für die militärische Sicherheit der Russischen Föderation haben sich in den westlichen und nordwestlichen strategischen Richtungen vervielfacht.

Ein schwerwiegender destabilisierender Faktor ist der künftige Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO. Zusätzliche Militärkontingente und Angriffswaffen der NATO sind wahrscheinlich auf finnischem Territorium stationiert. Mit der Militarisierung Polens sind Risiken verbunden."

Welche Gebiete er genau meinte, sagte er nicht. Russland hat mehrere ukrainische Regionen völkerrechtswidrig annektiert. Teile der russischen "Westgrenzen" verlaufen daher nach Moskauer Logik im angegriffenen Nachbarland. Schoigus Worte könnten also bedeuten, dass Russland mehr Truppen ins Kampfgebiet schicken will.

Taktische Atomwaffen und bis zu 4.500 Wagner-Kämpfer in Belarus

Polen ist ähnlich wie Litauen wegen der Aktivitäten russischer Wagner-Söldner in Belarus besorgt und fürchtet Provokationen. 

Das EU- und Nato-Mitglied hat eine 418 Kilometer lange Grenze zu Belarus. Dort sind nach früheren Angaben bereits 5000 polnische Grenzschützer und 2000 Soldaten eingesetzt. Sie sollen zudem Hilfe von 500 Polizisten bekommen. 

Westlichen Schätzungen zufolge könnten bis zu 4.500 Wagner-Kämpfer in Belarus sein - nur wenige davon sollen sich aber gegenwärtig in Grenznähe aufhalten.

Nach Angaben der Führung in Minsk sollen die Wagner-Kämpfer die belarussische Armee schulen.

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