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Nicht einvernehmlich: Im Kuss-Skandal widerspricht Jenni Hermoso dem Fußball-Präsidenten

Verbandspräsident Luis Rubiales küsst Spielerin Jennifer Hermoso
Verbandspräsident Luis Rubiales küsst Spielerin Jennifer Hermoso Copyright Alessandra Tarantino/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews
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In der Kussaffäre meldet sich die Spielerin Jenni Hermoso mit einer Mitteilung und erklärt, sie habe dem Kuss nie zugestimmt. Verbandspräsident Rubiales hatte den Kuss als "einvernehmlich" bezeichnet.

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Die Profi-Fußballerin Jenni Hermoso meldet sich zu Wort und erklärt, der Kuss des Verbandspräsidenten sei keinesfalls einvernehmlich gewesen. in der Debatte um die verstörende Szene bei der Medaillenverleihung in Sydney haben sich zahlreiche Spielerinnen, ihr Klub Real Madrid und Spaniens Regierung auf die Seite von Jenni Hermoso ung gegen Fußball-Verbandspräsident Luis Rubiales gestellt.

So bekundete die Torschützin des Finales Olga Carmona auf X (ehemals Twitter) ihre Solidarität mit der Mitspielerin.

Rubiales sieht sich als Opfer

Der spanische Verbandspräsident Luis Rubiales hat nach dem Kuss-Eklat bei der Frauenfußball-WM  in Sydney einen Rücktritt an diesem Freitag doch abgelehnt.  "Ich trete nicht zurück. Ich werde kämpfen bis zum Ende", sagte der 46-Jährige am Freitag bei einer außerordentlichen Generalversammlung des spanischen Verbandes RFEF. Von vielen Funktionären im Saal bekam Rubiales während seiner Ansprache Rückendeckung durch Applaus.

Dabei will Spaniens linke Regierung ein Sportgericht anrufen, damit der Fußball-Chef seinen Posten verliert. Offenbar haben Rubiales Erklärungen das Kabinett in Madrid nicht überzeugt. Ministerpräsident Pedro Sanchez sieht sich als Vorreiter in Bezug auf die Rechte von Frauen in der Gesellschaft.

Jedenfalls kündigte nun auch die oberste spanische Sportbehörde CSD an, gegen Rubiales vorzugehen.

CSD-Chef  Víctor Francos sagte: "Wir werden handeln, wir haben alle Mechanismen aktiviert, um die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen".

Rubiales erklärt sich unterdessen zum Opfer. "Hier geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um eine soziale Hinrichtung", sagte Rubiales.

Der 46-Jährige rechtfertigte, was auf den TV-Bildschirmen weltweit zu sehen war. "Es gibt also kein Verlangen und keine Dominanzposition, und das verstehen auch alle", fügte Rubiales hinzu. "Das Verlangen, das ich bei diesem Kuss haben konnte, war das gleiche, das ich haben konnte, wenn ich ihn einer meiner Töchter gab", erklärte er und definierte ihn als "einen spontanen, gegenseitigen, euphorischen und einvernehmlichen Kuss".

Der Funktionär hatte am Sonntag bei der Siegerehrung der spanischen Fußball-Weltmeisterinnen in Australien die Spielerin Jennifer Hermoso ungefragt auf den Mund geküsst. Anschließend hatte es scharfe Kritik und Empörung gegeben, der Weltverband FIFA hatte ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

"Ich entschuldige mich von Herzen. Ich hatte die Kontrolle verloren. Der Kuss war wie für eines meiner Kinder", erklärte sich Rubiales. 

Jennifer Hermoso hatte kurz danach in einem Video gesagt, dass ihr das Verhalten von Rubiales unangenehm gewesen sei. "Aber was sollte ich machen", fügte sie hinzu. Ein Sturm der Entrüstung brach los und viele in Spanien forderten den Rücktritt von Rubiales. Mehrere Medien hatten am Donnerstag übereinstimmend berichtet, Rubiales werde zurücktreten.

Unmittelbar nach dem Vorfall hatte der Funktionär die Kritik an seinem Verhalten als "Blödsinn" bezeichnet. Später äußerte Rubiales eine halbherzige Entschuldigung und drängte Hermoso Medienberichten zufolge, sich für ihn einzusetzen. Er habe die 33-Jährige "spontan" und "ohne jede böse Absicht oder bösen Willen" auf den Mund geküsst, sagte er. Die RFEF veröffentlichte eine Erklärung, in der Hermoso zitiert wurde. Der Kuss sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt, hieß es darin.

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