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Isch over? Antisemitisches Flugblatt und "Jugendsünden" - Aiwanger in der Bredouille

Hubert Aiwanger bezeichnet die Vorwürfe gegen ihn als "Schmutzkampagne"
Hubert Aiwanger bezeichnet die Vorwürfe gegen ihn als "Schmutzkampagne" Copyright Tobias C. Koehler/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Copyright Tobias C. Koehler/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Von Kirsten RipperEuronews mit dpa. X
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Der Druck auf Hubert #Aiwanger steigt - und viele Nutzer:innen der sozialen Medien meinen, es brauche seine Antworten auf die 25 Söder-Fragen gar nicht mehr.

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Hubert Aiwanger, der Chef der Freien Wähler in Bayern und Vize-Regierungschef von Ministerpräsident Markus Söder, gerät immer mehr unter Druck. Am Dienstag hatte der CSU-Vorsitzende 25 Fragen zur Antisemitismus-Affäre an den bayrischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gestellt.

"Seit dem Erwachsenenalter kein Antisemit"

Inzwischen berichten aber Schulkameraden, Aiwanger habe als Jugendlicher in seinem Heimatdorf "Judenwitze" erzählt und zum Scherz den Hitlergruß gezeigt. "Seit dem Erwachsenenalter" sei er kein Antisemit, erklärte der Politiker vor Kameras.

Das Pamphlet, das vermeintlich Aiwangers älterer Bruder verfasst haben soll, hatte Bundeskanzler Olaf Scholz über seinen Sprecher als "menschenverachtendes Machtwerk" bezeichnet.

"Isch over"

Doch an diesem Mittwoch meinen viele Nutzer und Nutzerinnen der sozialen Medien, Aiwanger brauche diese Fragen gar nicht mehr zu beantworten. "Isch over", schreibt BILD-Reporter Paul Ronzheimer. Denn "Hubert Aiwanger hat mit dem Satz, er sei „seit dem Erwachsenenalter kein Antisemit“, den er gerade in die Kameras gesagt hat, alle 25 Fragen von Söder aufeinmal beantwortet."

Der rechtspopulistische Hubert Aiwanger bezeichnete den Vorwurf des Antisemitismus gegen ihn, die zuletzt die Süddeutsche Zeitung vorgebracht hatte, auf X (zuvor Twitter) als "Schmutzkampagne".

Das American Jewish Committee (AJC) reagierte bestürzt darauf, dass der bayerische Politiker sich als "Opfer" einer Kampagne darstellt: "Wir sind entsetzt, dass #Aiwanger, unabhängig von der Frage der eigenen Beteiligung, weiterhin jede ernsthafte Auseinandersetzung über den Inhalt und die Wirkung des Flugblatts nicht zuletzt auf Shoa-Überlebende & ihre Nachfahren vermeidet & sich stattdessen als Opfer stilisiert."

Der rechtspopulistische Aiwanger hatte in den sozialen Medien auch indirekt den Klimawandel geleugnet.

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