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Katastrophe in Johannesburg: Mehr als 70 Tote nach Großbrand in Gebäude

Einsatzkräfte der Feuerwehr bei Löscharbeiten
Einsatzkräfte der Feuerwehr bei Löscharbeiten Copyright Themba Hadebe/AP Photo
Copyright Themba Hadebe/AP Photo
Von Euronews mit dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Hunderte Menschen hausten illegal in einem leerstehenden Gebäude in der Innenstadt der südafrikanischen Wirtschaftsmetropole Johannesburg. Bei einem Brand sterben Dutzende von ihnen - darunter auch kleine Kinder.

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Bei einem Großbrand in einem Gebäude der südafrikanischen Stadt Johannesburg sind mindestens 74 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden seien zwölf Kinder unter den Toten. Das jüngste Opfer sei etwa anderthalb Jahre alt, so der Sprecher des örtlichen Rettungsdienstes. Es habe mindestens 52 Verletzte gegeben.

Das Feuer war in der Nacht zum Donnerstag in einem fünfstöckigen Gebäude in der Innenstadt der Metropole ausgebrochen. Die Hintergründe der Katastrophe sind noch unklar, die Behörden vermuten, dass Kerzen oder ein Kochfeuer den Brand verursacht haben könnten.

Präsident Cyril Ramaphosa reiste kurzfristig nach Johannesburg und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Er hoffe, "dass die Untersuchungen den Gemeinden und Behörden ermöglichen werden, eine Wiederholung einer solchen Tragödie zu verhindern".

Jerome Delay/AP Photo
Menschen beobachten die RettungsarbeitenJerome Delay/AP Photo

Gebäude im Stadtzentrum stehen teils leer

Es habe größtenteils keine Fluchtwege gegeben. Das Gebäude stand offiziell leer, tatsächlich befanden sich aber Hunderte Menschen illegal darin.

Nach Angaben der Rettungskräfte hätten die Hausbesetzer in jedem der Stockwerke Dutzende "Hütten" eingerichtet, um sich ihre Wohnräume abzuschirmen. Es habe vielfach keine Fluchtwege gegeben. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Feuers in dem Gebäude aufhielten, blieb unklar.

UN kondolieren Opfern und Regierung

Die Stadtmitte Johannesburg gilt als heruntergekommen und gefährlich. Firmen und Geschäfte sind aufgrund der hohen Kriminalitätsrate schon vor vielen Jahren in umliegende Bezirke gezogen. Somit stehen zahlreiche Gebäude im Stadtzentrum leer, viele davon sind von Obdachlosen besetzt. Immobilieneigentümer haben dort schon seit langem aufgehört, ihre Grundstücke, deren Markt- und Mietpreise verfallen sind, instand zu halten.

Die Vereinten Nationen sprachen den Familien der Opfer und der Regierung ihr Beileid ausgesprochen. "Das UN-Länderteam in Südafrika ist bereit, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um den Betroffenen Hilfe zu leisten und weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern", sagte Sprecher Stephane Dujarric. Er wünschte den Verletzten rasche Genesung.

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