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Im zweiten Anlauf: EU-Kommission verhängt Millionen-Strafe gegen Intel

Auf Intel wartet eine saftige Geldstrafe - die jedoch nur ein Drittel des ursprünglich geplanten Strafmaßes beträgt.
Auf Intel wartet eine saftige Geldstrafe - die jedoch nur ein Drittel des ursprünglich geplanten Strafmaßes beträgt. Copyright JOSH EDELSON/AFP or licensors
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Von Euronews mit DPA, AP
Zuerst veröffentlicht am
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Die EU-Kommission hat gegen den Chip-Hersteller Intel eine Strafe über mehr als 350 MIllionen Euro verhängt. Ursprünglich sollten es sogar eine Milliarde Euro sein, doch das Gericht der EU schaltete sich ein.

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Die EU-Kommission hat gegen den Chip-Riesen Intel eine Strafe in Höhe von 376,36 Millionen Euro verhängt. Das Unternehmen habe versucht, rechtswidrig Konkurrenz aus dem Markt für bestimmte Prozessoren zu drängen.

Der Rechtsstreit zieht sich seit 2009 hin

Der Wettbewerbsstreit zwischen Intel und der EU-Kommission zieht sich schon lange hin. 2009 verhängte die Kommission eine damals historisch hohe Strafe von 1,06 Milliarden Euro. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, eine dominante Machtposition mutmaßlich missbraucht zu haben.

Unter anderem soll Intel von 2002 bis 2007 Computerhersteller mit Rabatten dazu bewegt haben, Prozessoren des Konzerns, statt Chips des Konkurrenten AMD zu kaufen. Außerdem nutzte Intel Verkaufsbeschränkungen, um Konkurrenten auszuschließen.

Die neue Strafe bezieht sich nur auf bestimmte Verstöße

Die erste Strafe erklärte das Gericht der EU Anfang des vergangenen Jahres für nichtig, da die Analyse der Rabatte nicht den rechtlichen Standards entsprach. Das Gericht bestätigte jedoch, dass die Verkaufsbeschränkungen einen Missbrauch der dominanten Marktstellung von Intel darstellten.

In der neuen Strafe geht es nun um den Teil der Vorwürfe, den das Gericht nicht einkassiert hatte. Da das Gericht damals nicht den Teil der Geldstrafe feststellen konnte, der sich auf die bestätigten Verstöße bezieht, wurde die komplette Strafe annulliert.

Dementsprechend musste die EU-Kommission eine neue Strafhöhe festlegen.

"Die in der heutigen Entscheidung verhängte niedrigere Geldbuße spiegelt den geringeren Umfang der Verstöße im Vergleich zur Entscheidung der Kommission von 2009 wider", erklärte die Europäische Kommission.

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