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Neue Verbündete für Russland? Putin trifft den südsudanesischen Staatschef Kiir

Salva Kiir Mayardit (l.) und Wladimir Putin vor ihren Gesprächen im Kreml
Salva Kiir Mayardit (l.) und Wladimir Putin vor ihren Gesprächen im Kreml Copyright Vladimir Astapkovich, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP
Copyright Vladimir Astapkovich, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP
Von Euronews mit AP
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Südsudans Staatschef Kiir hat seinen russischen Amtskollegen Putin im Kreml getroffen. Beide wollen ihre Beziehungen stärken, denn Moskau braucht neue Verbündete.

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Der russische Präsident Wladimir Putin und der südsudanesische Präsident Salva Kiir haben nach einem Treffen in Moskau ihre Beziehungen offenbar vertieft. Beide trafen am Donnerstag im Kreml zusammen. Offenbar wollen sie ihre Beziehungen in den Bereichen Energie, Handel und - vor allem - Öl ausbauen.

Die beiden Staatsoberhäupter erörterten auch politische und sicherheitspolitische Fragen im Südsudan, wo Ende kommenden Jahres Präsidentschaftswahlen stattfinden. Das afrikanische Land erlangte 2011 seine Unabhängigkeit vom benachbarten Sudan und wird seither von Kiir geführt.

Nach Angaben des Kremls habe Putin erklärt, die Entwicklung von Ölraffinerien im Südsudan unter Beteiligung russischer Unternehmen werde die Beziehungen stärken. "Dies ist nur der Anfang. Wir haben viele gute Möglichkeiten in einer Reihe von Bereichen, einschließlich Energie", sagte Putin. Derzeit arbeitet die russische Safinat-Gruppe an einer Ölraffinerie im Südsudan.

Die russische Einladung an Kiir erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem die Weltmächte die afrikanischen Staaten um Unterstützung im Zusammenhang mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine bitten.

Der Südsudan steht unter dem Druck der USA und anderer Verbündeter, die Umsetzung eines 2018 unterzeichneten Friedensabkommens zur Beendigung eines fünfjährigen Bürgerkriegs zu beschleunigen und die Wahlen vorzubereiten. Das Land möchte seinerseits, dass die Waffenembargos aufgehoben werden. Russland als ständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen könnte - theoretisch - bei diesem Wunsch helfen.

Während des Treffens sagte Kiir: "Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann", und in Richtung des Kreml-Chefs, dass das junge Land "starke Freunde braucht, Sie sind einer von ihnen". Putin und Kiir sollen auch über Frieden und Sicherheit in Afrika und weitere internationale Angelegenheiten gesprochen haben.

Der Konflikt im benachbarten Sudan hat dazu geführt, dass Tausende von Menschen in den Südsudan strömen, dessen humanitäre und sonstige Ressourcen bereits stark beansprucht waren. Es ist das zweite Mal, dass der südsudanesische Präsident Russland einen Besuch abstattet. Kiir nahm am ersten Russland-Afrika-Gipfel im Jahr 2019 teil.

Putin sagte, Russland werde den Südsudan bei der Bewältigung seiner innenpolitischen Situation und der Gewährleistung der Sicherheit unterstützen. Man werden sein Möglichstes tun, so der russische Präsident und sicherte dem neuen Verbündeten die Unterstützung seines Landes zu.

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