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Wegen Anti-Putin-Protest: TV-Journalistin Marina Owsjannikow zu 8 Jahren Haft verurteilt

Marina Owsjannikowa bei ihrer ersten Verurteilung zu einer Geldstrafe
Marina Owsjannikowa bei ihrer ersten Verurteilung zu einer Geldstrafe Copyright AP Photo/Alexander Zemlianichenko
Copyright AP Photo/Alexander Zemlianichenko
Von Euronews mit DPA/AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Marina Owsjannikowa ist in Abwesenheit zu 8,5 Jahren Straflager verurteilt worden wegen "Verbreitung falscher Informationen" über die russischen Streitkräfte. Bekannt wurde sie mit einer spektakulären Protestaktion live im russischen Staatsfernsehen

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Die für eine Protestaktion live im russischen Staatsfernsehen bekannt gewordene Journalistin Marina Owsjannikowa ist von einem russischen Gericht in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden - wegen "Verbreitung falscher Informationen" über die russischen Streitkräfte.

"Putin ist ein Mörder", stand auf dem Plakat

In diesem Verfahren ging es um ein andere Aktion, als den TV-Protest: Sie hatte sich im vergangen Jahr mit einem Portestplakat in Kreml-Nähe abgelichtet und das Foto auf Telegram geteilt.

"Putin ist ein Mörder", stand auf dem Plakat - und: "Seine Soldaten sind Faschisten". In der Ukraine seien bereits 352 Kinder getötet worden. "Wie viele Kinder müssen noch sterben, bis ihr aufhört?"

Owsjannikowa war Mitte März in die Livesendung des Staatsfernsehens gelaufen und hatte ein Protestplakat gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gezeigt. Darauf stand: "Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen". Dafür bekam die bis dahin als linientreu geltende Redakteurin weltweit Anerkennung. In Russland wurden Geldstrafen und Hausarrest gegen sie verhängt.

Die im Oktober 2022 mit ihrer Tochter aus Russland geflohene Journalistin arbeitete zeitweise für die deutsche Zeitung "Welt" und soll sich laut ihrem Instagram-Pofil aktuell in Frankreich aufhalten.

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