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Die Winterzeit beginnt: Zeitumstellung 2023 an diesem Wochenende

Drehen wir die Uhr vor oder zurück? Bekommen wir mehr oder weniger Schlaf dieses Wochenende?
Drehen wir die Uhr vor oder zurück? Bekommen wir mehr oder weniger Schlaf dieses Wochenende? Copyright Lukas Blazek/Unsplash
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Von Alexandra Leistner
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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An diesem Wochenende beginnt die Winterzeit. Seit Langem wird am Sinn der Zeitumstellung gezweifelt und 4,6 Millionen in der EU hatten sich für die Abschaffung ausgesprochen. Dennoch wird an diesem Sonntag wieder an den Uhren gedreht.

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Wer hat an der Uhr gedreht? Das fragt ja bekanntlich Paulchen Panther in diesem alten Ohrwurm.

Oder ist Ihre erste Frage eher, ob man eine Stunde Schlaf verliert oder gewinnt? Wenn ja, dann können Sie sich freuen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren von Sommer- wieder auf Winterzeit (oder auch Normalzeit) gestellt.

Konkret bedeutet das: Um 3 Uhr nachts werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Wer den Sonntag gerne im Bett verbringt, der hat an diesem Wochenende eine Stunde mehr davon. 

Studie: Snoozing ist nicht schädlich

Eine Studie der Universität Stockholm kommt übrigens zu dem Ergebnis, dass es keine negativen Folgen für den Schlaf und die Gesundheit hat, wenn man - nachdem der Wecker geklingelt hat -  am Morgen noch ein paar Minuten im Bett bleibt und noch ein Nickerchen macht. 

Besonders bei Jugendlichen ist es der Studie zufolge beliebt, das Snoozing des Smartphone-Weckers zu nutzen.

Eine kurze Snooze-Phase kann laut Psychologin Linda Sundelin sogar dazu beitragen, die Schlafträgheit und die morgendliche Schläfrigkeit zu lindern, ohne den Schlaf wesentlich zu stören.

Kleine Kinder haben Mühe mit der Umstellung

Eltern mit kleinen Kindern, für die jede Stunde Schlaf zählt, graust es oft vor der Zeitumstellung. Ein böses Erwachen droht. Denn der Nachwuchs steht am Sonntagmorgen trotzdem früh auf der Matte - und wer dann auf die Uhr schaut, erlebt an diesem Wochenende vielleicht eine unangenehme Überraschung.

Wie die Apotheken-Umschau schreibt, kann es bei Babys bis zu eine Woche dauern, bis sie sich an die Veränderung des Rhythmus gewöhnt haben. Es wird empfohlen, die Bettgehzeit über eine längere Zeit so zu verändern, dass das Kind am Ende genauso viel Schlaf bekommt. Die Zeitumstellung könnte also antizipiert werden - oder die Umgewöhnung ein bisschen länger dauern.

Achtung im Verkehr in der Dunkelheit

In Frankreich warnt die Regierung davor, dass jeden Winter die Zahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt oder gar getötet werden, während der dunklen Jahreszeit zunimmt.

Besonders Fußgänger und Fußgängerinnen sind gefährdet und sollten reflektierende Kleidung tragen, damit sie besser gesehen werden. Eltern werden aufgefordert, darauf zu achten, dass ihre Kinder zum Beispiel durch Leuchtstreifen am Rucksack oder an der Kleidung gut zu sehen sind.

Kommt das Ende der Zeitumstellung nie?

In einer Online-Umfrage der EU hatten sich 3,1 Millionen Deutsche für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Seit Jahren geht inzwischen aber aus Umfragen hervor, dass die meisten Deutschen nicht mehr an die Umsetzung dieser Ergebnisse glaubt.

24 Prozent der von der DAK-Gesundheit befragten Personen gaben an, nach der Zeitumstellung an gesundheitlichen Problemen zu leiden, darunter vor allem Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Einige (zwölf Prozent) gaben aber auch depressive Verstimmungen an. 

72 Prozent der Befragten glauben weiterhin, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden sollte. 

Vor oder zurück?

Wer sich nicht merken kann, wann die Uhren vor- und wann zurückgestellt werden, freut sich vielleicht über eine Eselsbrücke:

  • ​Zur Erntezeit - das merk dir bloß! - fällt 'ne Stunde in deinen Schoß

  • Mit den Temperaturen: Im Sommer Plus-Temperaturen (man dreht die Uhr weiter - von 2 auf 3), im Winter Minus-Temperaturen (man dreht die Uhr zurück, von 3 auf 2 und darf länger im Warmen bleiben)

  • Für müde Menschen: Im Frühjahr früh aufstehen, um Winter in den Winterschlaf gehen.

  • Wer Englisch spricht: Spring forwards, fall backwards. (Ein Wortspiel mit Frühling und Herbst: Nach vorne springen, nach hinten fallen.)

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