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Ein Monat Krieg: Tausende Tote und kein Waffenstillstand in Sicht

Zerstörung im Gazastreifen nach einem israelischen Angriff
Zerstörung im Gazastreifen nach einem israelischen Angriff Copyright Mohammed Dahman/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von euronews
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Der komme nur nach der Freilassung aller von der Hamas genommenen Geiseln infrage, so die Haltung der israelischen Regierung. Die Hamas war am 7. Oktober auf israelisches Gebiet vorgedrungen, hatte mehr als 1400 Menschen getötet und mehr als 200 verschleppt.

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Einen Monat nach dem Angriff der Hamas auf mehrere Kibbuze mit 1400 Toten hat die israelische Armee einen Großteil des Gazastreifens dem Erdboden gleich gemacht. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums sind mehr als 10.000 Menschen getötet worden, darunter seien 4.000 Kinder.

Guterres: "Gaza wird zum Kinder-Friedhof"

Angesichts dieser Bilanz hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres seine Forderung nach einem humanitären Waffenstillstand erneuert: 

"Gaza wird zum Friedhof für Kinder. Berichten zufolge werden jeden Tag Hunderte Mädchen und Jungen getötet oder verletzt. Demnach wurden innerhalb von vier Wochen auch mehr Journalisten getötet als in jedem anderen Konflikt der letzten drei Jahrzehnte. Es wurden mehr Helfer der Vereinten Nationen getötet als in jedem vergleichbaren Zeitraum in der Geschichte unserer Organisation."

Die israelische Armee behauptet, lediglich die Infrastruktur der Hamas im Gazastreifen anzugreifen. Dabei werde versucht, zivile Opfer zu vermeiden. Zuletzt sprachen US-Präsident Joe Biden und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu über die Möglichkeit einer taktischen Feuerpause, um humanitäre Hilfe in den Gazastreifen zu lassen. Einen Waffenstillstand werde es aber erst nach der Freilassung der 200 entführten Geiseln geben, so Netanjahu.

Angehörige fordern weiter Freilassung der Hamas-Geiseln

Zuletzt hatten unter anderem rund 80 Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft den Gazastreifen über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten verlassen können. Zuvor waren zwei Tage lang keinerlei Ausreisen möglich gewesen. Am Freitag hatte ein israelisches Geschoss einen Krankenwagen in Gaza getroffen, was vielerorts für Entsetzen gesorgt hatte.

Zuletzt haben Kämpfer der Hamas im Libanon angegeben, 16 Raketen in Richtung Israel abgeschossen zu haben. Vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen aus dem Jemen wollen erneut einen Drohnenangriff geflogen haben.

Unterdessen wurde in Jerusalem erneut an die von der Hamas verschleppten Geiseln erinnert. Mehr als 200 Menschen waren am 7. Oktober aus Israel in den Gazastreifen entwürft worden. Zunächst konnten lediglich fünf von ihnen zu ihren Angehörigen zurückkehren.

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