Gaza: 11 weitere Geiseln in Freiheit, auch 2 deutsche jugendliche Brüder

Anteilnahme für das Schicksal der Entführten in Israel.
Anteilnahme für das Schicksal der Entführten in Israel. Copyright Iakovos Hatzistavrou/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit AFP, AP, dpa
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Unter den zuletzt freigelassen Geiseln aus dem Gazastreifen sind auch zwei deutsche Teenager. Die beiden Brüder waren bei dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober entführt wurden und 52 Tage lang in der Gewalt der Terroristen.

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Unter den zuletzt freigelassen Geiseln aus dem Gazastreifen sind auch zwei deutsche Teenager. Die beiden Brüder waren bei dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober entführt wurden und 52 Tage lang in der Gewalt der Terroristen.  

Die Hamas übergab am Montagabend im Rahmen der Feuerpause elf Geiseln dem Roten Kreuz, wie die israelische Armee mitteilte, neun Kinder und Jugendliche sowie zwei Frauen. Außenministerin Annalena Baerbock schrieb am Montagabend auf X "«Ich denke an die Familien, die weiter bangen. Wir tun alles dafür, dass auch sie ihre Liebsten wieder in die Arme schließen können."

Von den verschleppten Menschen hatten rund 20 auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Die Brüder Or und Yagil besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie waren in dem Grenzort Nir Oz alleine Zuhause als die Hamas ihren Angriff auf Israel verübten. Die Teenager wurden früh morgens von Raketenalarm und Raketenangriffen geweckt und dann verschleppt. 

184 Geiseln sind noch in der Gewalt der Hamas

Die Gruppe vom Montag war bereits die vierte Gruppe an Geiseln, die seit Beginn der Feuerpause freikam. Israel setzte im Gegenzug 33 palästinensische Häftlinge aus verschiedenen Gefängnissen auf freien Fuß. 

Die Freigelassenen sollten zunächst medizinisch untersucht werden und anschließend ihre Familien treffen können. Neben den beiden Deutschen waren auch drei französische Kinder im Alter von 12 und 16 Jahren, wie das Außenministerium in Paris mitteilte. Nach Ministeriumsangaben werden weiterhin fünf Franzosen vermisst.

Der Sprecher der israelischen Regierung, Eilon Levi, sagte vor der Freilassung am Montag, es würden noch 184 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Davon seien 14 Ausländer sowie 80 Israelis mit einem Zweitpass. Die jüngste der Geiseln, ein zehn Monate altes Baby, war bisher nicht freigekommen. Der Junge war mit seinen Eltern und seinem vierjährigen Bruder entführt worden.

Verlängerung der Feuerpause

Nach der Verlängerung der Feuerpause im Gaza-Krieg um zwei Tage besteht große Hoffnung auf die Freilassung weiterer Geiseln. Am Montagabend einigten sich Israel und die Hamas auf eine Verlängerung der zunächst auf vier Tage angelegten Feuerpause bis Donnerstagmorgen. In der Nacht zum Dienstag ging bei der israelischen Regierung eine weitere Liste mit für die Freilassung vorgesehene Menschen ein.

Die in der Liste der Hamas aufgeführten Menschen dürften nach israelischen Medienbereichten schon am Dienstag freikommen. Seit Freitag kamen damit 69 Geiseln frei, darunter zehn deutsche Doppelstaatsbürger. 

Im Gegenzug wurde am Montag erneut eine Gruppe von 33 palästinensischen Häftlingen aus israelischen Gefängnissen entlassen, wie die israelische Gefängnisbehörde am Abend mitteilte. Dabei handelte es sich um Frauen und Jugendliche. Der jüngste Teenager war den Angaben zufolge 14 Jahre alt. Damit wurden seit Freitag bisher insgesamt 150 palästinensische Häftlinge freigelassen. Die bislang Freigekommenen waren unter anderem wegen Messerattacken auf Israelis, Brandstiftung sowie Attacken mit Brandbomben oder Steinen verurteilt worden.

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