Wie antike Skulpturen zu diplomatischen Verwicklungen führen

Ärger zwischen Griechenland und Großbritannien
Ärger zwischen Griechenland und Großbritannien Copyright Jordan Pettitt/AP
Von Frank Weinert
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Streit zwischen Griechenland und Großbritannien: Ein Treffen der beiden Regierunschefs wurde kurzerhand abgesagt. Der Hintergrund: antik. Es geht um Skulpturen, die eigentlich nach Griechenland gehören. Oder doch nicht?

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Der britische Premierminister Sunak hat ein geplantes Treffen mit dem griechischen Regierungschef Mitsotakis abgesagt. Mitsotakis hatte zuvor in einem Interview mit der BBC die Rückgabe der sogenannten "Elgin-Marmore" verlangt - berühmte Skulpturen aus der Akropolis, die der britische Diplomat Elgin vor über 200 Jahren nach England gebracht und dem Britischen Museum verkauft hat. Griechenland fordert seit Langem Rückgabe der Skulpturen.

Mitsotakis zeigte sich verärgert über die kurzfristige Absage des Gesprächs mit Sunak. Ein Treffen mit dem stellvertretenden Premierminister Oliver Dowden hat der griechische Regierungschef offenbar abgelehnt.

Mitsotakis sagte: "Griechenland und Großbritannien sind durch traditionelle Bande der Freundschaft verbunden, und der Umfang unserer bilateralen Beziehungen ist sehr breit", sagte Mitsotakis. "Die Positionen Griechenlands in der Frage der Parthenon-Skulpturen sind wohl bekannt. Ich hatte gehofft, die Gelegenheit zu haben, sie mit meinem britischen Amtskollegen zu erörtern, zusammen mit den aktuellen großen internationalen Herausforderungen: Gaza, Ukraine, Klimawandel und Einwanderung. Wer glaubt, dass seine Positionen begründet und gerecht sind, der scheut sich nicht vor einer Debatte".

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