Keuchhusten-Epidemie in Kroatien - Schuld ist die Impfmüdigkeit

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Von Euronews
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Kroatien erlebt derzeit den größten Keuchhusten-Ausbruch seit 43 Jahren. Mehr als 1.ooo Fälle wurden in diesem Jahr bestätigt.

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Kroatien erlebt derzeit den größten Keuchhusten-Ausbruch seit 43 Jahren. Mehr als 1.ooo Fälle wurden in diesem Jahr bestätigt. Testzentren wurden eingerichtet, um die Ausbreitung einzudämmen. Bislang gab es keine Todesfälle. 

Für Erwachsene ist die Krankheit in der Regel nicht schwerwiegend und verursacht lediglich einen starken Husten. Für Neugeborene und Kleinkinder kann Keuchhusten jedoch gefährlich sein. Experten sagen, dass die sinkende Impfquote für den Ausbruch mitverantwortlich ist. 

Routine-Impfungen bei Kindern weltweit zurückgegangen

Wegen der Corona-Pandemie und wegen Problemen in Konfliktregionen sind Routine-Impfungen bei Kindern stärker zurückgegangen als je zuvor in den vergangenen 30 Jahren. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben 25 Millionen Kinder im Jahr 2021 mindestens eine der drei DTP-Impfungen nicht bekommen. DTP ist ein Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis). 

Im Jahr 2020 haben 23 Millionen Kinder mindestens einen der drei Impftermine verpasst, im Jahr 2019 - vor der Pandemie - waren es nur 19 Millionen. Insgesamt sei der Anteil der Kinder, die alle drei Impfungen bekamen, zwischen 2019 und 2021 von 86 auf 81 Prozent gefallen.

Als Gründe nennen die Organisationen neben der Corona-Pandemie, in der in einigen Ländern Personal aus Routine-Impfprogrammen abgezogen werden musste, und Problemen, Kinder in Konfliktregionen zu erreichen, auch wachsende Missinformation über Impfungen.

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