Gaza: Jetzt Süden im Fokus - Menschen sollen Chan Yunis verlassen

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Von Euronews mit AFP, AP, dpa
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Augenzeugenberichten zufolge sollen auch israelische Bodentruppen inzwischen im Süden um die Stadt Chan Yunis operieren. Führende US-Politiker mahnen Israel, Zivilisten besser zu schützen.

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Israel hat seine Militäroffensive auf den Süden des Gazastreifens ausgeweitet und dabei die Luftangriffe auf Ziele der islamistischen Hamas massiv verstärkt.  Augenzeugenberichten zufolge sollen auch israelische Bodentruppen inzwischen im Süden um die Stadt Chan Yunis operieren. Führende US-Politiker mahnen Israel, Zivilisten besser zu schützen.

Hunderttausende Palästinenser sind auf Anweisung des israelischen Militärs aus dem bislang stärker umkämpften Norden in den Süden geflohen. Nun werden die Menschen auch in Khan Younis aufgefordert, einige Stadtviertel zu verlassen.

700 tote Palästinenser in 24 Stunden

Der israelische Regierungsberater Mark Regev wies Vorwürfe zurück, sein Land würde zu wenig unternehmen, um die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen. Die Schuld für zivile Todesopfer liege bei der Hamas, weil sie militärische Infrastruktur in Wohnvierteln verstecke. Israels Armee hat an diesem Sonntag bekannt gegeben, mehr als 800 Tunnel gefunden und 500 zerstört zu haben.

Das Gesundheitsministerium in Gaza hat die Zahl der palästinensischen Todesopfer nach oben korriegiert, auf mehr als 15.500. Ein Sprecher der Hamas-Behörde teilte am Sonntag mit, bei Angriffen im gesamten Gazastreifen seien binnen 24 Stunden mehr als 700 Menschen getötet worden. Die Zahlen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Untersuchungen zu möglichen Kriegsverbrechen

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs will nach einem Besuch in der Region Untersuchungen möglicher Kriegsverbrechen verstärken. 

Auch Katar fordert dem TV-Sender Al Jazeera zufolge eine unabhängige internationale Untersuchung von möglichen Verbrechen Israels im Gazastreifen. Damit müsse unverzüglich begonnen werden, berichtet der Sender unter Berufung auf Ministerpräsident Scheich Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani. 

Katar stehe weiter als Vermittler für eine weitere Feuerpause und schließlich einen Waffenstillstand zur Verfügung.

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