Israelischer Verteidigungsminister fegt Forderungen nach Ende der Gaza-Offensive vom Tisch

Israelische Soldaten
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Immer mehr Hamas-Terroristen im Gazastreifen strecken die Waffen - für die israelischen Sicherheitskräfte ein deutliches Zeichen, dass der Kampfgeist der islamistischen Organisation bricht.

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Heftige Straßenkämpfe haben am Montag die Stadt Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens erschüttert. Nach einem israelischen Luftschlag zogen Palästinenser Verletzte aus den Trümmern. Bisher sollen in dem Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas 101 israelische Soldaten und 18.000 Palästinenser getötet worden sein, die meisten davon Frauen und Minderjährige.

Aufnahmen einer palästinensischen Nachrichtenagentur sollen zeigen, wie Helfer Verletzte, darunter viele Kinder, in ein Krankenhaus in Deir al-Balah bringen. Die Hamas selbst gab ein Video heraus, das Granatwerfer in Gaza zeigen soll, die auf israelische Positionen feuern.

Israelisches Militär will weiter Hamas bekämpfen

Am Montag hat der israelische Verteidigungsminister Forderungen nach einem Ende der Offensive im Gazastreifen zurückgewiesen.

"Allein im vergangenen Monat wurden ingesamt 500 Terroristen festgenommen. Mehr als die Hälfte wurde zwecks weiterer Untersuchungen nach Israel gebracht", so Daniel Hagari, Sprecher der IDF. 

Der Sicherheitsberater des Weißen Hauses, John Kirby, sagte zuletzt, die USA seien beunruhigt - denn Israel habe im Oktober aus den Vereinigten Staaten stammende Phosphormunition im Südlibanon eingesetzt.

Rafah soll zwei neue Kontrollpunkte bekommen

"Ich denke, es ist wichtig daran zu erinnern, dass weißer Phosphor einen durchaus legitimierten militärischen Nutzen hat, in Bezug auf die Beleuchtung und das Aufwirbeln von Rauch, um Bewegungen zu verbergen. Jedes Mal wenn wir weißen Phosphor liefern, geschieht das in der vollen Erwartung, dass das im Einklang mit diesen legitimen Zwecken eingesetzt wird", so Kirby am Montag. 

Humanitäre Hilfe, die über den Grenzübergang Rafah an der Grenze zu Ägypten in den Gazastreifen gelangen soll, wird der israelischen Armee zufolge in Zukunft an zwei zusätzlichen Kontrollpunkten inspiziert.

Rafah ist der einzige Grenzübergang, den internationale Organisationen nutzen können, um den Menschen in Gaza Hilfsgüter zu liefern.

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