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Ukraine will 400.000 Soldaten mehr: Einberufungsbescheide aufs Handy

Beisetzung eines Soldaten in Verkhovyna in der Ukraine, 26. 12. 2023
Beisetzung eines Soldaten in Verkhovyna in der Ukraine, 26. 12. 2023 Copyright Evgeniy Maloletka/Copyright 2020 The AP. All rights reserved
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Von euronews
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Die Ukraine will mehr Soldaten in die Schlacht gegen den russischen Angreifer schicken. Dafür soll nun auch die Altersgrenze für Reservisten von 27 auf 25 Jahre abgesenkt werden. Auch die Reichweite der Einberufungsbescheide soll verbessert werden.

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Die Regierung von Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor Gesetze zur Mobilisierung vorgeschlagen. Diese müssen noch vom Parlament der Ukraine gebilligt werden. Die Altersgrenze für Reservisten soll dem Vorschlag zufolge von 27 auf 25 abgesenkt werden. So sollen Hundertausende Soldaten mehr in den Krieg ziehen können. Außerdem soll ein mehrmonatiger Grundwehrdienst für Bürger unter 25 eingeführt werden. Für die meisten Frauen sollen sich die Bestimmungen nicht ändern. 

Einberufungsbescheide auf das Handy?

Einberufungsbescheide, auch für Ukrainer, die im Ausland leben, sollen in Zukunft auch per Smartphone erfolgen. Ein entsprechendes System sei bereits in Arbeit. Das hat der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerow mitgeteilt. 

Verweigerer sollen mit einem Eintrag in das ukrainische Schuldnerregister bestraft werden. Ihnen ist es dann etwa nicht mehr möglich, einen Kredit aufzunehmen oder ins Ausland zu reisen. Mit einem Eintrag sind Schuldner dann von staatlichen Leistungen ausgeschlossen. 

Massiver Beschuss von Cherson im Süden

Das ukrainische Innenministerium hat außerdem mitgeteilt, bei russischem Beschuss eines Bahnhofs in Cherson im Süden der Ukraine sei mindetens eine Person ums Leben gekommen. 

Vier weitere seien verletzt worden. Die Einwohner bereiteten sich dort darauf vor, die Stadt zu verlassen, da massiver Beschuss drohe.

Russisches Kriegsschiff zerstört

Ein Luftschlag der ukrainischen Streitkräfte auf Ziele auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat ein russisches Kriegsschiff beschädigt. 

Das hat das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag mitgeteilt. Auf Social Media geteilte Fotos legen sogar nahe, dass die "Novocherkassk" dabei komplett zerstört wurde.

Ukraine: Stellungen in Marinka werden gehalten

Unterdessen hat die ukrainische Militärführung Behauptungen Russlands zurückgewiesen, seine Truppen hätten die Stadt Marinka vollständig eingenommen.

Walerij Saluschnyj, Oberkommandierender der Streitkräfte der Ukraine sagte:

"Stand heute sind unsere Truppen im nördlichen Teil des Gebiets weiter präsent und haben eine Verteidigungslinie außerhalb der Siedlung etabliert. Die Stadt selber, so viel kann ich sagen, existiert nicht mehr."

Ebenfalls am Dienstag wurde hier in Irpin bei Kiew ein 31-jähriger ukrainischer Soldat beigesetzt. Er war bei Kämpfen in der Nähe von Marinka in der Nähe von Donzek gefallen.

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