Zweieinhalb Jahre im All - Oleg Kononenko ist trotzdem erdverbunden

Rekord im Weltall
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Von euronews
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Der russische Kosmonaut Oleg Kononenko ist seit 878 Tagen im All. Das ist ein Weltrekord. Und den wird er sogar noch verbessern.

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Der russische Kosmonaut Oleg Kononenko hat mit mehr als 878 Tagen oder fast zweieinhalb Jahren einen neuen Weltrekord für die längste Zeit im Weltraum aufgestellt.

Der 59-Jährige brach den Rekord während seines fünften Weltraumflugs in einer Umlaufbahn in 423 Kilometern Entfernung von der Erde. Er habe durch Videoanrufe und Messaging immer in Kontakt zur Erde gestanden.

Kononenko flog 2008 das erste Mal zur ISS. Er ist Teil einer Langzeitexpedition, die von September vergangenen Jahres bis zum nächsten September dauert. »Ich fliege in den Weltraum, um meine Lieblingsbeschäftigung zu tun, nicht um Rekorde aufzustellen«, sagte der Kosmonaut. 

Für den 5. Juni 2024 wird der nächste Weltall-Meilenstein erwartet: Dann wird der Kosmonaut insgesamt 1000 Tage im Weltraum verbracht haben. Sein Weltraumflug soll Ende September enden; bis dahin wird er 1.110 Tage im All verbracht haben.

Russlands Rekorde im All haben Tradition. Zu Zeiten der Sowjetunion zeigte das Land dem Westen in den Anfangsjahren des Weltraumwettlaufs, wo der "Hammer hängt": 1957 schoss die UdSSR den ersten Satelliten in eine Erdumlaufbahn. »Sputnik 1« war der indirekte Namensgeber des legendären "DDR-Volkswagens" Trabant. Beides heißt soviel wie "Begleiter".

1961 der nächste Rekord:  Dem sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin gelang als erster Mensch der Flug ins All.

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