Rechtsextremer Sellner, Strache und Lugner bei Akademikerball in Wien

Protest gegen Akademikerball in Wien in Österreich
Protest gegen Akademikerball in Wien in Österreich Copyright ORF via EBU
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Vor dem Akademikerball gab es eine Demonstration gegen die als rechtsextrem kritisierte Veranstaltung.

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Gegen den als rechtsextreme Veranstaltung kritisierten Akademikerball haben in Wien Hunderte demonstriert. Einst war der sogenannte WKR- oder Wiener Korporations-Ball vor allem ein Treffen von schlagenden Burschenschaften. Diese rechten Studentenverbindungen sind noch immer bei dem Ball in der Wiener Hofburg dabei. Studierende zahlen 50 Euro, Damen und Herren 130 Euro.  Dass offenbar Rechtsextreme eine "rauschende Ballnacht in den imperialen Prunksälen der Wiener Hofburg" organisieren, ist vielen ein Dorn im Auge.

An dem Event nahmen der aus der FPÖ ausgeschlossene Heinz-Christian Strache und der Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner teil. 

Zu dem Ball kam auch der rechtsextreme Identitäre Martin Sellner, einer der Redner zum Thema "Remigration" beim umstrittenen Treffen vom November in Potsdam, bei dem auch AfD-Politiker:innen anwesend waren. Nach Berichten der Recherche-Plattform Correctiv von diesem Treffen  gab und gibt es in Deutschland Proteste gegen Rechtsextremismus.

Redner von Potsdam: der rechtsextreme Martin Sellner

Der 35-jährige Martin Sellner war bis 2023 der Chef der Identitären Bewegung in Österreich. Er gilt als Vertreter rassistischer, völkischer und antisemitischer Thesen.

Ermittlungen gegen Sellner in Österreich wegen einer möglichen Verwicklung in Terroranschläge gegen Moscheen in Neuseeland wurden am Ende eingestellt. 

Die Symbole der rechtsextremen "Identitären Bewegung Österreich" (IBO) sind aber verboten.

Die deutschen Behörden prüfen ein Einreiseverbot für Martin Sellner.

Nicht beim Akademikerball in Wien dabei waren FPÖ-Chef Norbert Kickl und der EU-Spitzenkandidat der Partei Harald Vilimsky.

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