13.000 Arbeitsplätze: Scholz und Habeck eröffnen neue Giga-Fabrik an der Nordsee

Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kamen zum Spatensticht.
Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kamen zum Spatensticht. Copyright Marcus Brandt/(c) Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Verena Schad
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Europa sichert sich mit der Northvolt Batterienfabrik eine Schlüsseltechnologie in der Hoffung, der bislang übermächtigen chinesischen Konkurrenz die Stirn bieten zu können.

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Es ist eines der größten Leuchtturm- und Hoffnungsprojekte für den (grünen) Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa: die neue Batterienfabrik des schwedischen Northvolt-Konzerns in Schleswig Holstein. 

Im Norden bei Heide in Dithmarschen hat der Bau einer der modernsten Fabriken für Elektroauto-Batterien begonnen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kamen zum symbolischen Spatensticht für das Investitionsvorhaben von 4,5 Milliarden Euro.

Boßeln statt Spatenstich

Scholz hob die strategische Bedeutung von Investitionen wie dieser für Deutschland und Europa hervor. Habeck sprach von einem guten Tag für den Industriestandort Deutschland, der Bau sein ein Beispiel dafür, dass die umwelt- und klimafreundliche Umstellung von Wertschöpfungsketten möglich sei.

Statt des üblichen Spatenstichs spielte die geladene Politprominenz, neben Scholz und Habeck auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), eine Partie Boßeln gespielt. Das Wurfspiel ist besonders in Schleswig-Holstein beliebt und mit dem franzöischen Boule oder Boccia vergleichbar.

Bis zu 13.000 neue Arbeitsplätze

Der schwedische Northvolt-Konzern, gegründet von einem ehemaligen Tesla-Manager Peter Carlsson, will mit der Gigafactory an der Nordsee Batterien für bis zu eine Million E-Autos pro Jahr produzieren. 2026 soll die Fertigung starten, 2029 soll die volle Kapazität der Produktion erreicht werden. Rund 3.000 Arbeitsplätze sollen direkt bei Northvolt entstehen, weitere rund 10.000 werden im Umfeld der Fabrik erwartet. 

Northvolt hatte zunächst erwogen, seine Fabrik in den USA aufzubauen. Letztlich fiel die Entscheidung aber auf Deutschland. Das Land Schlewig-Holstein investiert 700 Millionen Euro. Europa sichert sich so eine Schlüsseltechnologie in der Hoffung, der bislang übermächtigen chinesischen Konkurrenz die Stirn bieten zu können.

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